Waage Glücksstein

Achat

Der Achat gehört zu den vielgestaltigsten Steinen, die in der Natur vorkommen. Rot, grau, weiß, blau, braun und grün treten an ihm auf, meist in den typischen konzentrischen Bändern, die sich Lage um Lage abzeichnen. Die farbigen Schichten sind mal durchscheinend, mal fast undurchsichtig, und weil der Stein hart und widerstandsfähig ist, schätzt ihn die Schmuckkunst seit der Antike. Sein Name geht auf den sizilianischen Fluss Achates zurück, an dessen Ufern er der Überlieferung nach zuerst gefunden wurde.

Gewonnen wird Achat vor allem in Brasilien, Uruguay, Indien und Mexiko. In Europa war der Raum um Idar-Oberstein jahrhundertelang das Zentrum der Achatschleiferei, und von dort aus verbreiteten sich Ringe, Ketten, Siegel, Schalen und kleine Figuren aus diesem Stein. Weil Achat kaum verschleißt, wurde er häufig über Generationen weitergereicht. Als Amulett gegen ungünstige Einflüsse hat er eine ebenso lange Geschichte wie als Schmuckstück.

In der Steinkunde gilt der Achat als ruhiger, erdender Begleiter, den man zur Arbeit an der inneren Balance heranzieht. Die einzelnen Varietäten - Bandachat, Moosachat, Feuerachat - wurden früher ganz unterschiedlichen Zwecken zugeordnet. Dem Volksglauben nach entfaltet er sich am ehesten im unmittelbaren Hautkontakt, weil die Kräfte der Natur so ungehindert durch den Stein hindurchziehen sollen.

Eigenschaften des Achats

• Überliefert ist, dass er seinen Träger vor Gefahren abschirmt und ihm hilft, sich in ungünstigen Umständen zurechtzufinden.

• Traditionell wurde er bei Einschlafschwierigkeiten empfohlen und mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel in Verbindung gebracht.

• Alten Quellen zufolge erleichtert er den nüchternen Blick auf die Dinge, so wie sie wirklich sind.

• Ihm wird eine kräftige, als männlich gedachte Ausstrahlung zugeschrieben, die seit jeher mit Vitalität und körperlicher Stärke verknüpft wurde.

• Es heißt, er wärme verspannte Körperpartien und helfe, angestaute Anspannung zu lösen.

• In der Steinkunde soll er überschüssige Energie ableiten, weshalb man in fordernden Zeiten zu ihm griff.

• Dem Volksglauben nach erleichtert er den Kontakt zu anderen Menschen und das Ankommen in einer neuen Umgebung.

• Er gilt als Mutstein, der beim Überwinden von Ängsten begleiten soll.

• Früher glaubte man, er schärfe die Klarheit des Denkens und das logische Urteilsvermögen.

• Im Volksglauben wurde er mit einer gestärkten Konstitution und einem freien Lymphfluss verbunden.

• Überliefert ist, dass er einen ausgeglichenen Blutdruck begleitet, besonders wenn dieser eher niedrig ausfällt.

• Seit Jahrhunderten trägt man ihn als Schutz gegen den bösen Blick, weil er als Erstes ins Auge fällt und ungünstige Einflüsse auffangen soll.

• Seine warme, lebendige Ausstrahlung soll helfen, auch in schwierigen Momenten die guten Seiten zu sehen.

• Kindern in der Hosentasche soll er der Überlieferung nach Ruhe geben und Streit vermeiden helfen.

• Traditionell gilt er als Stein der Freude und des inneren Friedens.

Der Achat steht für irdisches Gedeihen, Beständigkeit und ruhige Kraft. Der Tradition nach schirmt er vor ungünstiger Energie ab und gibt verlorenen Mut zurück. Geschäftsleute trugen ihn gewohnheitsmäßig unterhalb der Gürtellinie, etwa in der Hosentasche, während der Ring als Fassung besonders das Selbstvertrauen stärken sollte. Angesprochen fühlen sich vor allem Menschen, die im Alltag Halt, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit suchen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 6.5 - 7

Chemische Struktur: SiO₂

Spezifisches Gewicht: 2.60 - 2.64

Chakren: Wurzel, Sakral, Herz

Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.

Aquamarin

Der Aquamarin ist ein durchsichtiger Edelstein aus der Familie der Berylle, und sein Name verrät bereits, wonach er aussieht: aqua marina, Meerwasser. Die Farbe reicht vom satten Meerblau bis zu einem hellen Blau mit grünlichem Schimmer, verantwortlich dafür sind winzige Eisenanteile im Kristall. Manche Stücke sind vollkommen klar, andere leicht milchig. Vom Smaragd unterscheidet ihn allein die Farbe, denn beide sind Varietäten desselben Minerals.

Aquamarin wächst in ungewöhnlich großen, sauberen Kristallen, weshalb aus ihm auch stattliche Schmucksteine geschliffen werden können. Die wichtigsten Fundgebiete liegen in Brasilien, Nigeria, Pakistan, Madagaskar und Russland. Geschliffen schmückt er Ringe, Anhänger und Ohrringe, unbearbeitete Kristalle stellt man gern in Wohnräumen und Büros auf. Da es sich um einen begehrten und entsprechend teuren Stein handelt, kursieren viele Nachahmungen aus Glas und synthetischem Material; beim Kauf lohnt der Blick auf Reinheit, Transparenz und Farbtiefe, denn sie bestimmen den Wert.

In der Arbeit mit Steinen gilt der Aquamarin als Stein der Ruhe und des klaren Kopfes. Seine kühle, dem Wasser zugeordnete Ausstrahlung soll Anspannung mildern, Gedanken ordnen und es leichter machen, über das eigene Empfinden zu sprechen. Üblicherweise trägt man ihn nah am Körper, als Kette in Halshöhe oder als Ring, und hält ihn in aufgeregten Momenten in der Hand, um wieder ins Gleichgewicht zu finden.

Eigenschaften des Aquamarins

• Traditionell wurde er bei Beschwerden der Atemwege genannt, etwa bei Halsschmerzen oder Bronchialreizungen, ebenso bei Themen rund um die Schilddrüse.

• Man sagt ihm nach, dass er eine ruhige Verdauung begleitet.

• Dem Volksglauben nach lindert er Schwellungen und unterstützt ein ausgewogenes Drüsengeschehen.

• Alte Quellen empfahlen ihn Menschen, die auf Zähne und Kieferknochen achten.

• Er soll Selbstvertrauen, Mut und die Bereitschaft stärken, Gefühle offen auszusprechen.

• In der Steinkunde zählt er zu den bevorzugten Steinen bei innerer Anspannung, weil sein Blau beruhigend wirken soll.

• Es heißt, er festige die Verbindung zwischen Körper und Verstand und schärfe die Intuition.

• Die Überlieferung schreibt ihm zu, Schüchternheit, Mutlosigkeit und einen Andrang unangenehmer Gefühle zu durchbrechen.

• Er soll das Gefühl vermitteln, dass das eigene Tun Sinn ergibt und innerlich zufrieden macht.

• Dem Volksglauben nach fördert er klares Denken und folgerichtiges Urteilen.

• Er gilt als Stein des Glücks und der Fülle.

• Perfektionisten, die selbst in gelungenen Vorhaben nur Mängel entdecken, soll er der Tradition nach den eigenen Wert und das größere Bild zeigen.

• In der Steinkunde gilt er als Verbündeter des Gedächtnisses und des besonnenen Denkens.

• Alte Aufzeichnungen berichten, er lockere die Bindung an Genussmittel und helfe aus hinderlichen Gewohnheiten heraus.

• Er soll den Glauben an die eigenen Kräfte heben und Trägheit sowie Antriebslosigkeit auflösen.

Der Aquamarin steht für Gelassenheit, Aufrichtigkeit und inneres Gleichgewicht. Zu ihm greifen meist Menschen, die aufgewühlte Gefühle beruhigen, freier über ihre Bedürfnisse sprechen und in angespannten Situationen einen klaren Kopf behalten möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 7.5 - 8

Chemische Struktur: Be₃Al₂Si₆O₁₈

Spezifisches Gewicht: 2.68 - 2.74

Chakren: Hals, Herz

Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.

Lapislazuli

Lapislazuli zählt zu den ältesten Schmucksteinen der Welt. Seit Jahrtausenden entstanden aus ihm Ketten, Siegel und kleine Zierstücke, und besonders hoch schätzte man ihn im alten Ägypten, wo er die Insignien der Pharaonen schmückte. Er tritt ausschließlich in Blautönen auf, vom hellen, bläulichen Ton bis zu einem tiefen, satten Ultramarin. Streng genommen ist er kein einzelnes Mineral, sondern ein Gestein aus mehreren verwachsenen Mineralen, denen er seine unverwechselbare Farbe verdankt.

Auf der Oberfläche zeigen sich meist goldene, metallisch glänzende Pünktchen. Das ist kein Gold, sondern Pyrit, ein eigenständiges Mineral im Gestein. Stücke mit deutlichem Pyritglanz gelten als wertvoller, während weiße Calcitadern den Preis drücken. Der Pyrit hilft zugleich, echten Lapislazuli von den zahlreichen Nachahmungen zu unterscheiden. Das berühmteste Vorkommen liegt in Sar-e-Sang im afghanischen Hochgebirge, wo bereits vor mehr als sechstausend Jahren gegraben wurde; aus zerriebenem Lapislazuli stellten europäische Maler bis in die Neuzeit das kostbare Ultramarinblau her.

In der Steintradition schreibt man ihm eine kühle, klärende Ausstrahlung zu, die man mit Sprache, Lernen und klarem Denken verbindet. Meist trägt man ihn nah an der Haut, doch alte Berichte raten davon ab, ihn ununterbrochen anzulegen, weil der Körper sich daran gewöhne und das Empfinden nachlasse. Der Stein ist porös und weich; Seifenlauge und langes Wasserbad greifen die Oberfläche an, und der enthaltene Pyrit rostet. Auch pralle Sonne meidet man besser, weil das Blau ausbleicht.

Eigenschaften des Lapislazuli

• Man sagt ihm nach, dass er die Fähigkeit stärkt, Gedanken klar auszudrücken und sich verständlich zu machen.

• Traditionell wurde er mit einem tragfähigen Knochenbau und körperlicher Belastbarkeit in Verbindung gebracht.

• Dem Volksglauben nach schützt er die Jüngsten vor Beschwerden der Atemwege.

• Er gilt als Stein, der einen ausgeglichenen Blutdruck begleitet.

• Es heißt, er rege die Schilddrüse an.

• Alte Aufzeichnungen berichten, er ordne kreisende Gedanken und gebe ihnen eine Richtung.

• Die Überlieferung rät zu Maß, denn empfindsame Menschen klagten angeblich über leichten Schwindel.

• Man sagt ihm nach, dass er hilft, lange Aufgeschobenes endlich anzugehen.

• Er soll das innere Streben nach Wahrheit und die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber stärken.

• Dem Volksglauben nach mindert er Unruhe und gibt Lebensenergie zurück.

• Er gilt als Stein, der Kinder von nächtlichen Ängsten befreit.

• Früher griff man beim langen Lernen zu ihm, damit die Aufmerksamkeit länger hält.

• Es heißt, er schärfe die Intuition und die treffsichere Einschätzung von Lagen.

• In der Steinkunde soll er Mut geben, die eigene Meinung offen zu vertreten.

Lapislazuli gilt als Sinnbild für Wahrheit, Weisheit und das aufrichtige Wort. Zu ihm greifen meist Menschen, die mit Stimme oder Feder arbeiten, die lernen, schwierige Gespräche führen oder Ordnung in ihre Gedanken bringen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 5 - 6

Chemische Struktur: (Na,Ca)₈(AlSiO₄)₆(SO₄,S,Cl)₂

Spezifisches Gewicht: 2.50 - 3.00

Chakren: Hals, Drittes Auge

Pflege: Nicht in Wasser einlegen, der Stein ist porös. Mit einem weichen trockenen Tuch abwischen und vor direkter Sonne schützen.

Koralle

Die Koralle ist kein Gestein, sondern ein organisches Schmuckmaterial: Es entsteht in warmen, meist flachen Meeren aus den kalkigen Skeletten winziger, in Kolonien lebender Tiere. Farblich reicht sie von reinem Weiß über Rosa- und Orangetöne bis zu tiefem Rot. Hauptbestandteil ist Kalziumkarbonat, hinzu kommen geringe Anteile von Magnesiumkarbonat und organischer Substanz. Poliert bekommt die Oberfläche einen glasartigen Glanz, weshalb Korallen seit Jahrtausenden zu Schmuck und kleinen Zierstücken verarbeitet werden.

Im Mittelmeerraum gilt die Edelkoralle als besonders begehrt; im süditalienischen Torre del Greco entstand daraus ein eigenes Handwerk, das bis heute fortbesteht. Im Schmuck begegnen einem vor allem rote, rosafarbene und weiße Stücke, wobei das kräftige Rot als das kostbarste gilt. Naturbelassene Ware erkennt man an einer leicht rauen Oberfläche und einer ungleichmäßigen, fleckigen Farbverteilung; völlig glatte Stücke sind meist stark bearbeitet oder künstlich, und ein durchgehend satter Ton deutet auf Färbung hin. Weil Koralle aus Kalk besteht, greifen Säuren, Parfüm und Hitze sie an, und mit einer Härte von drei bis vier gehört sie zu den weichsten Materialien der Schmuckkunst. Traditionell fasst man sie in Silber oder Kupfer.

Nach altem Glauben trägt die Koralle eine warme, lebendige Ausstrahlung in sich, die man mit dem Meer und den Kräften des Lebens verbindet. Sie sollte Trost, innere Ruhe und ein Gefühl von Ausgeglichenheit schenken, weshalb man sie als Amulett für Haus und Bewohner trug. In vielen Kulturen legte man Säuglingen und kleinen Kindern rote Korallen an, in der Überzeugung, sie seien damit behütet.

Eigenschaften der Koralle

• Man sagt ihr nach, dass sie das Herz stärkt und die Arbeit der Milz begleitet.

• Traditionell wird ihr ein guter Einfluss auf Kreislauf und Blutbild zugeschrieben.

• Dem Volksglauben nach hilft sie, das Gleichgewicht des Körpers zu halten.

• Sie gilt als Stein, der einen freien Atem und die Lunge begünstigt.

• Alte Aufzeichnungen empfahlen sie Menschen mit eher niedrigem Blutdruck.

• Ihr wurde außerdem zugeschrieben, den guten Ruf in Familie und Freundeskreis zu festigen.

• Früher glaubte man, sie vertiefe das geistige Verständnis der Welt.

• Traditionell griff man zu ihr bei Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit zu halten.

• Dem Volksglauben nach schärft sie den Verstand und stützt das Gedächtnis.

• Sie gilt als Material, das klare Absichten und innere Ordnung bewahren hilft.

• Roten und rosafarbenen Stücken wird Schutz vor bösem Blick und Missgunst nachgesagt.

• Früher glaubte man, sie verblasse, wenn ihrem Träger eine Krankheit drohe.

• Die Überlieferung verband sie auch mit einem ausgeglichenen Hormonhaushalt.

• In der alten Praxis trug man sie bei hartnäckigen Hautbeschwerden.

• Man sagt ihr nach, dass sie Spannung im Haus zerstreut und Ruhe einkehren lässt.

Die Koralle steht für Leben, Herzenswärme und behütende Fürsorge. Getragen wird sie am liebsten von Menschen, die Eintracht in der Familie und häuslichen Frieden suchen, sowie von jenen, die Schmuck mit natürlichem Ursprung und langer Geschichte schätzen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 3 - 4

Chemische Struktur: CaCO₃

Spezifisches Gewicht: 2.60 - 2.70

Chakren: Wurzel, Sakral

Pflege: Nicht in Wasser einlegen, der Stein ist porös. Mit einem weichen trockenen Tuch abwischen und vor direkter Sonne schützen.

Rosa Quarz

Der Rosenquarz ist eine der verbreitetsten Quarzvarietäten und wird vor allem wegen seiner zarten Farbe geschätzt. Sie reicht von einem sehr blassen, fast milchigen Rosa bis zu einem tiefen, warmen Rosaton. Ganz durchsichtige Stücke gibt es, häufiger jedoch ist ein leicht wolkiges, milchiges Gefüge, das dem Stein seinen typischen weichen Glanz verleiht. Seltene Exemplare zeigen im Gegenlicht einen sechsstrahligen Stern. Abgebaut wird er vor allem in Brasilien, auf Madagaskar und in Indien.

In früheren Zeiten nutzte man ihn für Siegel und Gegenstände mit symbolischer Bedeutung. Heute gehört Rosenquarz zu den am häufigsten bearbeiteten Schmucksteinen: Es entstehen geschnitzte Figuren, Handschmeichler, Wohnaccessoires und Schmuckstücke aller Art. In der Steinkunde trägt er den Beinamen Stein der Liebe und ist unter dieser Bezeichnung bis heute bekannt.

Dem Rosenquarz wird eine sanfte, tröstende Ausstrahlung zugeschrieben, die vor allem die Gefühlswelt betrifft. Dem Volksglauben nach beruhigt er das Herz, mindert emotionale Anspannung und begleitet durch schwierige Erfahrungen. Die Tradition rät, einen täglich getragenen Stein von Zeit zu Zeit zu reinigen, weil er bei langem Gebrauch an Kraft verlieren soll; üblich ist, ihn über Nacht in Erde zu legen oder eine Weile neben einen Amethyst zu stellen. Wer erst beginnt, Kristalle zu tragen, sollte ihn anfangs nur einige Stunden am Tag anlegen. In der prallen Sonne verblasst sein Rosa, weshalb man ihn dort nicht liegen lässt.

Eigenschaften des Rosenquarzes

• Man sagt ihm nach, dass er die natürliche Erholung begleitet und die Widerstandskraft stärkt.

• Traditionell wird ihm zugeschrieben, innere Ruhe und ein Gefühl von Stimmigkeit zurückzubringen.

• Dem Volksglauben nach tut er Herz, Nieren, Lunge und Leber gut.

• Früher griff man zu ihm bei Atembeschwerden, Herzthemen und langsam heilenden Wunden.

• In der Steinkunde gilt er als Hilfe in gedrückten Phasen und beim Wiederfinden des Selbstwerts.

• Alte Aufzeichnungen berichten, er lehre, Freude am Alltäglichen zu finden und das Leben wieder zu mögen.

• Er soll eine schwere Stimmung um seinen Träger auflösen und wohlwollende Menschen anziehen.

• Er wird Stein des Gefühlsgleichgewichts genannt, weil er Aufgewühltes beruhigen und das Denken klären soll.

• Ihm wird Schutz vor plötzlichem Kraftverlust und vor Mutlosigkeit zugeschrieben.

• Neuere Vorstellungen besagen, er nehme die Strahlung elektronischer Geräte auf, weshalb man ihn neben Telefon oder Rechner legt.

• Die Tradition empfiehlt ihn jenen, die beim Lernen und Arbeiten die Konzentration festigen wollen.

• Unter der Kleidung nah an der Haut getragen soll er vor ungünstiger Stimmung abschirmen; in wohlgesinnter Gesellschaft rät man, ihn sichtbar zu tragen.

• Man sagt ihm nach, dass er bei Kopfschmerzen aus Anspannung und Müdigkeit Erleichterung bringt.

• Dem Volksglauben nach begleitet er eine ruhige Verdauung und einen gleichmäßigen Kreislauf.

• Traditionell wurde er Menschen empfohlen, die ihre Augen stark beanspruchen.

• Es heißt, er helfe, sich von Zorn und Eifersucht zu lösen, und lindere seelische Verletzungen.

Der Rosenquarz gilt als Stein der Zärtlichkeit, der Versöhnung und des ruhigen Herzens. Er steht für Milde sich selbst und anderen gegenüber, für Verzeihen und für die Bereitschaft, Nähe zuzulassen. Getragen wird er vor allem von Menschen, die eine schwierige Zeit in Partnerschaft oder Familie durchleben, nach einem Verlust zurück ins Gleichgewicht finden oder im Alltagstempo einen Moment der Stille suchen. Häufig wird er auch verschenkt, als unaufdringliches Zeichen von Zuneigung. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 7

Chemische Struktur: SiO₂

Spezifisches Gewicht: 2.65

Chakren: Herz

Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.

Türkis

Der Türkis ist ein undurchsichtiger Stein in Tönen von Himmelblau bis zu sattem Grün. Mineralogisch ist er ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat, das in trockenen Gegenden dort entsteht, wo kupferhaltige Lösungen durch verwittertes Gestein sickern. Manche Stücke sind einfarbig, andere von feinen Adern in Gold, Braun oder Schwarz durchzogen, die vom umgebenden Muttergestein stammen und Matrix genannt werden; deshalb sieht kein Exemplar aus wie das andere. Sein Name kommt aus dem Französischen und meinte den türkischen Stein, weil die ersten Lieferungen über die Türkei nach Europa gelangten.

Verarbeitet wurde er bereits im alten Ägypten, wo man ihn auf der Sinai-Halbinsel gewann. Später schätzte man ihn in Persien, wo die Gruben von Nischapur seit über tausend Jahren das feinste Material liefern, in Tibet sowie bei den indigenen Völkern des amerikanischen Südwestens, die ihn traditionell in Silber fassen. Wichtig ist der behutsame Umgang: Türkis ist verhältnismäßig weich und deutlich poröser als die meisten Schmucksteine. Er saugt Wasser, Öle, Kosmetik und Parfüm auf, verfärbt sich dabei und kann sogar reißen, weshalb er niemals eingelegt oder gewaschen werden darf. Auch pralle Sonne meidet man, denn sein Blau schlägt dann ins Grüne um. Weil naturbelassener Türkis selten und teuer ist, kursieren viele gefärbte, kunstharzgetränkte oder vollständig künstliche Steine; die Herkunft sollte man beim Kauf daher genau prüfen.

In der Steintradition wird dem Türkis eine ruhige, heitere Ausstrahlung zugeschrieben. Man sagt ihm nach, dass er Unruhe besänftigt und Kraft gibt. Getragen wird er meist als Schmuck nah an der Haut, und alte Berichte empfahlen die Fassung in Silber, weil sie seine Wirkung verstärken sollte.

Eigenschaften des Türkis

• Man sagt ihm nach, dass er Unruhe mildert und nervöse Anspannung lösen hilft.

• Traditionell wurde er Trauernden empfohlen, denen er Trost bringen sollte.

• Dem Volksglauben nach begleitet er Menschen nach einem plötzlichen Schrecken zurück ins Gleichgewicht.

• Alte Aufzeichnungen schreiben ihm zu, die Lebenskraft seines Trägers zu stärken.

• Er gilt als Stein der Weisheit, der besonnenes Denken begünstigen soll.

• In vielen Kulturen wurde er als Amulett gegen bösen Blick und Missgunst getragen.

• Bei Verdauungsbeschwerden trug man ihn früher als Gürtelschnalle oder Armreif.

• In der Steinkunde wird er mit einem ausgeglichenen Blutdruck verbunden.

• Es heißt, er begleite Herz und Kreislauf.

• Er gilt als Stein der Eintracht, der Spannungen zwischen Menschen mildern soll.

• Die Überlieferung schreibt ihm zu, das offene Gespräch über eigene Bedürfnisse zu erleichtern.

• Reisende nahmen ihn früher mit, im Glauben, er bewahre vor Unglück unterwegs.

• Nach altem Glauben hilft er, in überlasteten Zeiten wieder zu Kräften zu kommen.

Der Türkis steht für Frieden, inneres Gleichgewicht und Schutz. Zu ihm greifen Menschen, die Ruhe suchen, nach einer schweren Phase wieder zu sich finden, sowie jene, die die lebendige Farbe und die weite Geschichte dieses Steins schätzen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 5 - 6

Chemische Struktur: CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·5H₂O

Spezifisches Gewicht: 2.31 - 2.84

Chakren: Hals, Herz, Drittes Auge

Pflege: Nicht in Wasser einlegen, der Stein ist porös. Mit einem weichen trockenen Tuch abwischen und vor direkter Sonne schützen.

Jade

Jade ist ein Sammelname für zwei verschiedene Minerale, den Jadeit und den Nephrit, die einander äußerlich sehr ähneln. Bekannt ist der Stein vor allem für sein tiefes, sattes Grün, doch er tritt ebenso in gelben, weißen, braunen und schwarzen Abstufungen auf, mitunter mit roten Sprenkeln. Sein Name geht auf das Spanische zurück und bedeutet Lendenstein, denn früher glaubte man, er bringe bei Nierenbeschwerden Erleichterung.

Bemerkenswert ist seine Zähigkeit: Jade besteht aus dicht verfilzten Kristallfasern, wodurch sie sich kaum spalten lässt und Stöße erstaunlich gut übersteht, obwohl ihre Ritzhärte nur mittel ist. Genau deshalb entstanden aus ihr in der Jungsteinzeit Beile und Werkzeuge, später Ringe, Amulette, Siegel und rituelle Gegenstände. In China gilt Jade seit Jahrtausenden als der edelste aller Steine, auch die Maya und die Māori schätzten sie hoch. Die feinsten Jadeitvorkommen liegen in Myanmar, Nephrit findet sich unter anderem in Russland, Kanada, Neuseeland und China.

In der Steinkunde wird der Jade eine milde, ausgleichende Ausstrahlung zugeschrieben. Deshalb trägt man sie nah am Körper, als Kette oder Ring, oder hält ein glatt geschliffenes Stück in der Hand, wo es rasch die Körperwärme annimmt.

Eigenschaften der Jade

• Man sagt ihr nach, dass sie überschießende Gefühle mildert und heftige Reaktionen abkühlt.

• In der Hand gehalten erwärmt sie sich, und die Tradition sieht darin einen einfachen Weg zur Entspannung.

• Dem Volksglauben nach gibt sie Ruhe und Sicherheit in Momenten der Angst.

• Auf das Herz gelegt sollte sie bei Schwäche und Müdigkeit Erleichterung bringen.

• Alte Aufzeichnungen nennen sie einen Stein des Mutes, der Besonnenheit und des Gerechtigkeitssinns.

• Sie soll davor bewahren, sich nach einem Erfolg über andere zu stellen.

• Es heißt, sie helfe, sich nicht von Gefühlen mitreißen zu lassen, und schaffe klare Sicht.

• Traditionell wurde sie für Arbeiten empfohlen, die längere Sammlung verlangen.

• Früher griff man bei Zahnbeschwerden zu ihr.

• Sie gilt als Stein, der den Körper von Überflüssigem befreien soll.

• Wegen der ihr zugeschriebenen ruhigen Ausstrahlung eignet sie sich zum täglichen Tragen.

• Der Überlieferung nach dient sie besonders Rednern, Lehrenden und Vortragenden.

• In China legte man sie als Zeichen von Reinheit und langem Leben in die Wiege eines Kindes.

Die Jade steht für Gelassenheit, inneres Gleichgewicht und Redlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Getragen wird sie am liebsten von Menschen, die aufgewühlte Gefühle beruhigen, ein nüchternes Urteil bewahren und konzentriert arbeiten möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Härtegrad: 6 - 7

Chemische Struktur: NaAlSi₂O₆ / Ca₂(Mg,Fe)₅Si₈O₂₂(OH)₂

Spezifisches Gewicht: 2.90 - 3.38

Chakren: Herz

Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.