Der Achat gehört zu den vielgestaltigsten Steinen, die in der Natur vorkommen. Rot, grau, weiß, blau, braun und grün treten an ihm auf, meist in den typischen konzentrischen Bändern, die sich Lage um Lage abzeichnen. Die farbigen Schichten sind mal durchscheinend, mal fast undurchsichtig, und weil der Stein hart und widerstandsfähig ist, schätzt ihn die Schmuckkunst seit der Antike. Sein Name geht auf den sizilianischen Fluss Achates zurück, an dessen Ufern er der Überlieferung nach zuerst gefunden wurde.
Gewonnen wird Achat vor allem in Brasilien, Uruguay, Indien und Mexiko. In Europa war der Raum um Idar-Oberstein jahrhundertelang das Zentrum der Achatschleiferei, und von dort aus verbreiteten sich Ringe, Ketten, Siegel, Schalen und kleine Figuren aus diesem Stein. Weil Achat kaum verschleißt, wurde er häufig über Generationen weitergereicht. Als Amulett gegen ungünstige Einflüsse hat er eine ebenso lange Geschichte wie als Schmuckstück.
In der Steinkunde gilt der Achat als ruhiger, erdender Begleiter, den man zur Arbeit an der inneren Balance heranzieht. Die einzelnen Varietäten - Bandachat, Moosachat, Feuerachat - wurden früher ganz unterschiedlichen Zwecken zugeordnet. Dem Volksglauben nach entfaltet er sich am ehesten im unmittelbaren Hautkontakt, weil die Kräfte der Natur so ungehindert durch den Stein hindurchziehen sollen.
Eigenschaften des Achats
• Überliefert ist, dass er seinen Träger vor Gefahren abschirmt und ihm hilft, sich in ungünstigen Umständen zurechtzufinden.
• Traditionell wurde er bei Einschlafschwierigkeiten empfohlen und mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel in Verbindung gebracht.
• Alten Quellen zufolge erleichtert er den nüchternen Blick auf die Dinge, so wie sie wirklich sind.
• Ihm wird eine kräftige, als männlich gedachte Ausstrahlung zugeschrieben, die seit jeher mit Vitalität und körperlicher Stärke verknüpft wurde.
• Es heißt, er wärme verspannte Körperpartien und helfe, angestaute Anspannung zu lösen.
• In der Steinkunde soll er überschüssige Energie ableiten, weshalb man in fordernden Zeiten zu ihm griff.
• Dem Volksglauben nach erleichtert er den Kontakt zu anderen Menschen und das Ankommen in einer neuen Umgebung.
• Er gilt als Mutstein, der beim Überwinden von Ängsten begleiten soll.
• Früher glaubte man, er schärfe die Klarheit des Denkens und das logische Urteilsvermögen.
• Im Volksglauben wurde er mit einer gestärkten Konstitution und einem freien Lymphfluss verbunden.
• Überliefert ist, dass er einen ausgeglichenen Blutdruck begleitet, besonders wenn dieser eher niedrig ausfällt.
• Seit Jahrhunderten trägt man ihn als Schutz gegen den bösen Blick, weil er als Erstes ins Auge fällt und ungünstige Einflüsse auffangen soll.
• Seine warme, lebendige Ausstrahlung soll helfen, auch in schwierigen Momenten die guten Seiten zu sehen.
• Kindern in der Hosentasche soll er der Überlieferung nach Ruhe geben und Streit vermeiden helfen.
• Traditionell gilt er als Stein der Freude und des inneren Friedens.
Der Achat steht für irdisches Gedeihen, Beständigkeit und ruhige Kraft. Der Tradition nach schirmt er vor ungünstiger Energie ab und gibt verlorenen Mut zurück. Geschäftsleute trugen ihn gewohnheitsmäßig unterhalb der Gürtellinie, etwa in der Hosentasche, während der Ring als Fassung besonders das Selbstvertrauen stärken sollte. Angesprochen fühlen sich vor allem Menschen, die im Alltag Halt, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit suchen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 6.5 - 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.60 - 2.64
Chakren: Wurzel, Sakral, Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes und einer der bekanntesten Schmucksteine überhaupt. Sein Farbspektrum reicht von einem hellen Fliederton bis zu einem tiefen, fast weinroten Violett; verantwortlich dafür sind geringe Eisenanteile im Kristallgitter zusammen mit natürlicher Strahlung im Gestein. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "nicht berauscht" - alte Erzählungen schrieben ihm zu, vor den Folgen von zu viel Wein zu bewahren.
Häufig wächst er in Drusen, also in Hohlräumen vulkanischen Gesteins, deren Innenwände dicht mit spitzen Kristallen besetzt sind. Solche aufgeschnittenen Drusen gehören zu den beliebtesten Sammlerstücken. Abgebaut wird Amethyst auf mehreren Kontinenten, am bedeutendsten in Brasilien, Uruguay, Bolivien, Sambia und Namibia. Da der Stein alltagstauglich hart ist, findet er sich seit Jahrhunderten in Ringen, Anhängern, Armbändern und Dekorstücken.
In der Steintradition gilt der Amethyst als Kristall, der zugleich belebt und beruhigt. Man schreibt ihm zu, Kraft zu geben und die Stimmung auszugleichen, weshalb er gern den ganzen Tag über getragen wird, besonders in fordernder Umgebung. Schmuck mit Amethyst soll dem Volksglauben nach die Haut berühren, rohe Stufen stellt man in der Wohnung oder am Arbeitsplatz auf. Von Zeit zu Zeit soll man ihn reinigen: traditionell legt man ihn für einen Tag in trockene Erde oder kurz in klares Wasser. Länger in der prallen Sonne sollte er nicht liegen, denn sein Violett verblasst.
Eigenschaften des Amethysts
• Nach altem Glauben schirmt er vor ungünstigen Einflüssen aus dem Umfeld ab.
• Die Überlieferung bringt ihn mit müden, überanstrengten Augen in Verbindung.
• Früher nahm man an, er leite überschüssige Ladung aus dem Körper ab.
• Man sagt ihm nach, dass er klares Denken und geistige Beweglichkeit begleitet.
• In der Steinkunde gilt er als Verbündeter von Herz und Kreislauf.
• Es heißt, er unterstütze die natürliche Reinigung des Blutes.
• Im Volksglauben wurde er Menschen mit Neigung zu Allergien empfohlen.
• Dem Volksglauben nach dämpft er Zorn und hilft, heftige Reaktionen zu zügeln.
• Ihm wird eine lösende Wirkung bei innerer Anspannung zugeschrieben.
• Der Tradition nach gibt er Antrieb und Lust am Handeln zurück.
• Er gilt als Stein der inneren Ruhe und der heiteren Grundstimmung.
• Täglich getragen soll er vor dem bösen Blick und der Missgunst anderer schützen.
• Als rohe Stufe soll er nach alten Berichten ungünstige Raumenergie aufnehmen und gute zurückgeben.
• Traditionell kombiniert man ihn mit Rosenquarz, damit sich beide Steine gegenseitig verstärken.
Der Amethyst steht für Klarheit, Maß und Gelassenheit. Zu ihm greifen Menschen, die im Alltagstempo einen Ruhepol suchen, in anspruchsvollem Umfeld arbeiten oder einfach einen Stein mit sanfter, geordneter Ausstrahlung bei sich tragen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Drittes Auge, Krone
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Der Aventurin ist eine Quarzvarietät, die man am häufigsten in Grüntönen antrifft, seltener in blauen, rötlichen oder orangefarbenen Abstufungen. Die grünen Stücke haben sich so sehr durchgesetzt, dass mit "Aventurin" meist ohne Zusatz der grüne Stein gemeint ist. Sein Gefüge ist körnig, und in seinem Inneren liegen feine Glimmerplättchen, die das Licht zurückwerfen und dem Stein ein zartes Funkeln geben.
Genau dieses Funkeln steckt im Namen: Es geht auf das italienische "a ventura" zurück, also auf den Zufall. In einer venezianischen Glashütte soll ein ähnlicher Glitzereffekt einst versehentlich entstanden sein, und der Stein bekam später den Namen des Glases. Abgebaut wird Aventurin vor allem in Indien, Brasilien, Russland und Tansania. Mit einer Härte im Bereich von Jade und Rosenquarz übersteht er das tägliche Tragen gut und wird zu Ketten, Cabochons, Handschmeichlern und kleinen Figuren verarbeitet.
In der Steintradition gilt der Aventurin als Stein des Gleichmuts und der guten Laune. Nach altem Glauben wirkt er am ehesten nah am Herzen getragen, mit der glatten Seite zur Haut; eine Spitze richtet man dabei nach oben aus. Zugeschrieben wird ihm besonders eine Nähe zu Menschen, die sich in engen Denkmustern und alten Gewohnheiten gefangen fühlen.
Eigenschaften des Aventurins
• In der Steinkunde gilt er als Verbündeter von Herz und einem ruhigen Kreislauf.
• Es heißt, er gebe Lebenskraft und Lust am Anpacken zurück.
• Alte Quellen empfahlen ihn Menschen, die abends schwer zur Ruhe kommen.
• Man sagt ihm nach, dass er Gereiztheit mildert und durch gedrückte Phasen begleitet.
• Ihm wird Schutz vor dem bösen Blick und vor ungünstiger Stimmung im Umfeld zugeschrieben.
• Seit Generationen wird er als Glücksstein und Stein der guten Fügung getragen.
• Der Volksglaube verbindet ihn mit Freundlichkeit gegenüber anderen und einem gelassenen Ziehen von Grenzen.
• Er soll jenen guttun, die nach schwierigen Erfahrungen wieder Vertrauen fassen wollen.
• Er gilt als Stein des frischen Blicks, der neue Möglichkeiten sichtbar machen soll.
• Nach altem Glauben gibt er Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen.
• Traditionell legte man ihn auf den Schreibtisch, damit die Arbeit leichter von der Hand geht.
• Überliefert ist, dass er Neid und Groll von der eigenen Stimmung fernhält.
• In der Steinkunde gilt er als Begleiter bei Entscheidungen, die lange vor sich hergeschoben wurden.
Der Aventurin steht für Ruhe, Zuversicht und Offenheit für Neues. Zu ihm greifen vor allem Menschen, die innere Ausgeglichenheit suchen, sowie jene, die einen Stein bei sich tragen möchten, der seit jeher als Glücksbringer gilt. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.64 - 2.69
Chakren: Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Mondstein wurde schon in den frühen Hochkulturen geschätzt, und besonders die Römer verarbeiteten ihn gern zu Schmuck. Er gehört zur Gruppe der Feldspäte und zeigt sich in milchweißen, pfirsichfarbenen und bläulichen Tönen, meist durchscheinend. Im Licht legt sich ein silbrigblauer Schimmer über die Oberfläche, der beim Bewegen des Steins wandert und ihn von innen heraus leuchten lässt; Regenbogenvarianten spielen dabei in mehreren Farben zugleich.
Dieses Leuchten hat dem Stein seinen Namen gegeben, denn früher hielt man es für zurückgeworfenes Mondlicht. Fachlich spricht man von Adulareszenz, einem Lichteffekt, der durch feinste Schichtungen im Inneren des Kristalls entsteht. Der Mondstein gehört nicht zu den harten Mineralen, ist eher spröde und zudem porös, weshalb er behutsame Behandlung verlangt und nicht in Wasser eingelegt werden sollte. Die bekanntesten Vorkommen liegen in Sri Lanka, Indien, Madagaskar, Myanmar, Tansania und Brasilien.
Die Überlieferung schreibt ihm eine milde, beruhigende Ausstrahlung zu. Man sagt ihm nach, dass er Gefühle ordnet und zurück ins innere Gleichgewicht führt, weshalb er gern nah am Körper getragen wird. In der Steinkunde bringt man ihn traditionell mit dem Sakral-, dem Solarplexus- und dem Herzbereich in Verbindung.
Eigenschaften des Mondsteins
• Dem Volksglauben nach löst er Anspannung und hilft, die eigenen Gefühle anzunehmen.
• Traditionell sollte er heftige Reaktionen und Unruhe besänftigen.
• In der Steinkunde macht er feinfühlig für das Empfinden anderer und erleichtert Versöhnung.
• Früher glaubte man, er kühle das Ego und lehre Bescheidenheit.
• Es heißt, er stärke das Mitgefühl und verleihe seiner Trägerin oder seinem Träger Anziehungskraft.
• Verliebten sollte er der Überlieferung nach mehr Zärtlichkeit und Nähe bringen.
• Man sagt ihm nach, dass er die Intuition schärft und Gespräche leichter macht.
• Menschen, die sich vom Pech verfolgt fühlten, griffen früher zu ihm.
• Nach altem Glauben schützt er vor dem bösen Blick und vor Missgunst.
• Im Volksglauben trugen Frauen ihn für einen regelmäßigen Monatsrhythmus.
• Ebenso hieß es, er bringe Erleichterung bei Krämpfen und schweren Beinen.
• Alte Aufzeichnungen schreiben ihm eine mildernde Rolle bei Geburtsschmerzen zu.
• Außerdem soll er helfen, übermäßigen Appetit in den Griff zu bekommen.
• In der Steinkunde gilt er als Begleiter durch Übergangszeiten und Neuanfänge.
Der Mondstein steht für Feinfühligkeit, innere Ruhe und den zyklischen Rhythmus der Natur. Zu ihm greifen vor allem Menschen, die Sanftheit schätzen und ein emotionales Gleichgewicht suchen, sowie jene, die den wandernden Schimmer dieses Steins schlicht schön finden. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 6 - 6.5
Chemische Struktur: KAlSi₃O₈
Spezifisches Gewicht: 2.56 - 2.59
Chakren: Sakral, Drittes Auge, Krone
Pflege: Nicht in Wasser einlegen, der Stein ist porös. Mit einem weichen trockenen Tuch abwischen und vor direkter Sonne schützen.
Der Bergkristall ist die farblose, klare Varietät des Quarzes, eines Minerals, das so verbreitet ist, dass man seine Abwandlungen in Gesteinen rund um die Welt findet. Er bildet harte, sechseckige Säulen, die meist in einer Spitze enden. Gelegentlich bleibt beim Wachstum ein Wassertropfen im Inneren eingeschlossen, der erst beim Spalten des Steins frei wird.
Der Name geht auf das griechische Wort für Eis zurück, denn in der Antike hielt man die klaren Säulen für dauerhaft gefrorenes Wasser. Quarz ist dabei kein einzelner Stein, sondern eine große Familie: Amethyst, Citrin, Heliotrop und Chrysopras haben mit der Zeit eigene Namen bekommen. Der Bergkristall begleitete seit jeher Rituale, Volksmedizin und Regenbitten; berühmt sind die großen Alpenfunde aus Klüften im Hochgebirge. Heute hat er auch technische Bedeutung, weil Quarz unter Druck elektrische Spannung erzeugt und deshalb in Uhren, Elektronik und Messtechnik steckt.
In alten Steinbüchern gilt der Bergkristall als Sinnbild von Kraft und verborgener Naturmacht. Man sagt ihm nach, dass er die Energie der Umgebung durchlässt und wie eine Linse bündelt, angestaute Spannung zerstreut und zugleich das Gute ordnet und festhält. Die Überlieferung erzählt, er sammle die Kraft der ganzen Welt, aus der schöpfen könne, wer ihn bei sich trage. Am häufigsten hält man ihn während der Meditation in der Hand, trägt ihn als Anhänger oder legt ihn in einen Raum, in dem ein klarer Kopf gefragt ist.
Eigenschaften des Bergkristalls
• Er gilt als Stein des seelischen Gleichgewichts, zu dem man traditionell in unruhigen Zeiten griff.
• Dem Volksglauben nach regt er den Geist an und begünstigt klares Denken.
• Man sagt ihm nach, dass er die Konzentration stärkt und hilft, bei einer Aufgabe zu bleiben.
• Traditionell wird ihm Schutz vor plötzlichem Kraftverlust zugeschrieben.
• Es heißt, er bündle die Strahlung von Geräten wie Telefon oder Radio, weshalb man ihn daneben legt.
• Unter der Kleidung, im Hautkontakt getragen, soll er der Überlieferung nach vor ungünstigen Einflüssen anderer Menschen abschirmen.
• In wohlgesinnter Gesellschaft rät die Tradition, ihn sichtbar zu tragen, weil er dann deren gute Stimmung aufnehme.
• Im Volksglauben galt er als Abwehr gegen bösen Blick und Missgunst.
• Alte Aufzeichnungen nennen ihn bei Kopfschmerzen.
• Der Überlieferung nach begleitet er eine ruhige Verdauung.
• Es heißt, er tue dem Blutkreislauf gut.
• Empfohlen wurde er auch bei müden Augen und nachlassender Sehkraft.
• Er gilt als Stein, der Räume von angestauter Spannung reinigt.
• Man sagt ihm nach, dass er Gedanken und Vorsätze verstärkt, weshalb er Meditationen gern begleitet.
Der Bergkristall steht für Klarheit, innere Kraft und die verborgene Macht der Natur. Zu ihm greifen meist Menschen, die geistige Ruhe und Schutz vor Reizüberflutung suchen, sowie Meditierende und Mineralienfreunde, für die er einer der geschätztesten Steine bleibt. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Krone, Drittes Auge
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Rubin gehört zu den höchstgeschätzten Edelsteinen und wird in Indien seit Jahrhunderten der Herrscher der Steine genannt. Mineralogisch ist er die rote Varietät des Korunds und in der Härte nur dem Diamanten unterlegen, weshalb er das tägliche Tragen mühelos übersteht. Sein Farbspektrum umfasst alle Rottöne, vom hellen Rosa und Purpur bis zu einem tiefen, ins Bräunliche ziehenden Rot. Verantwortlich für die Farbe ist Chrom im Kristallgitter.
Im Rohzustand wirkt ein Rubin oft unscheinbar, doch geschliffen entfaltet er ein Feuer, das dem des Diamanten nahekommt. Die berühmtesten Steine stammen aus dem Tal von Mogok in Myanmar; die begehrteste Farbe trägt dort den Handelsnamen Taubenblut. Weitere bedeutende Vorkommen liegen in Thailand, Sri Lanka, Madagaskar und Mosambik. Neben der Schmuckkunst hat der Rubin auch Technikgeschichte geschrieben: Aus einem Rubinkristall wurde 1960 der erste funktionierende Laser gebaut, was das Mineral weit über die Welt der Juweliere hinaus bekannt machte.
In der Steintradition schreibt man dem Rubin eine feurige, belebende Ausstrahlung zu. Man sagt ihm nach, dass er ein Gefühl von Freiheit und innerem Aufbruch schenkt, Mut, Führungsstärke und Lebensfreude begleitet, während das kräftige Rot dem Volksglauben nach die Lebenskraft stärkt. Nah am Körper getragen soll er Selbstvertrauen geben und das offene Sprechen über Gefühle erleichtern.
Eigenschaften des Rubins
• Alte Aufzeichnungen berichten, er stärke die natürliche Widerstandskraft.
• Traditionell wurde er zur Belebung des Blutkreislaufs und nach zehrenden Zeiten herangezogen.
• Dem Volksglauben nach hilft er, im Sinnlichen das rechte Maß zu halten, und gleicht Übererregung aus.
• Er soll seinen Träger zur Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen anhalten.
• Man sagt ihm nach, dass er den freien Selbstausdruck erleichtert, ohne auf fremde Urteile zu schielen.
• Ihm wird zugeschrieben, Selbstvertrauen und Entschlusskraft zu stärken.
• Traditionell gilt er als Stein der Führung, der Ausdauer und der Beständigkeit im Handeln.
• Er soll helfen, über eigene Grenzen und eingefahrene Denkmuster hinauszugehen.
• Dem Volksglauben nach begünstigt er die geistige Entwicklung und ein Gefühl von Glück.
• Früher glaubte man, er befreie von Groll, der sich gegen einen selbst richtet.
• Man sagt ihm nach, dass er für bedingungslose Liebe und tiefe Verbundenheit öffnet.
• In der Steinkunde lehrt er Nachsicht und Toleranz gegenüber anderen Menschen.
• Seit Jahrhunderten als Schutz gegen bösen Blick getragen, soll er zugleich die Intuition stärken.
• Erschöpften und Antriebslosen soll er der Tradition nach die Lust am Handeln zurückgeben.
Der Rubin steht für Lebenskraft, Mut und die Aufrichtigkeit der Gefühle. Zu ihm greifen vor allem Menschen, die ihr Selbstvertrauen festigen, ihren Elan zurückgewinnen oder ihre Unabhängigkeit betonen wollen. Er wird zudem als Stein der Liebe und Treue getragen und findet sich deshalb häufig in Schmuck, der über Generationen weitergegeben wird. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 9
Chemische Struktur: Al₂O₃
Spezifisches Gewicht: 3.97 - 4.05
Chakren: Wurzel, Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Smaragd ist die grüne Varietät des Berylls und einer der kostbarsten Edelsteine der Welt. Geschätzt wird er vor allem für sein tiefes, sattes Grün, denn bei ihm entscheidet die Farbe über den Wert. Für den Ton sorgen geringe Anteile von Chrom und Vanadium im Kristall. Licht bricht er schwächer als der Diamant, funkelt also weniger, doch seine Farbe hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Smaragde wachsen in Gesteinsadern gemeinsam mit Calcit und Pyrit. Vollkommen reine Kristalle sind eine Seltenheit; nahezu jeder Stein trägt Einschlüsse und feine Risse, die Fachleute wegen ihres verzweigten Aussehens den Garten nennen. Steine ohne sichtbare Sprünge erzielen deshalb Höchstpreise. Kratzfest ist der Smaragd durchaus, doch die Risse machen ihn stoßempfindlich. Aus diesem Grund werden Smaragde geölt: Ein farbloses Öl füllt die Mikrorisse, verbessert die Reinheit und bringt die Farbe voll zur Geltung. Ebendarum verträgt der Stein weder heißes Wasser noch Ultraschall, denn beides löst die Füllung heraus.
Die schönsten Stücke stammen aus Kolumbien, insbesondere aus Muzo und Chivor, während die ersten Gruben im alten Ägypten betrieben wurden. Seit Jahrhunderten schmückt der Smaragd königliche Insignien, gilt traditionell als Geburtsstein des Monats Mai und wird vielerorts zur fünfundfünfzigsten Hochzeit verschenkt. In der Steinkunde schreibt man ihm eine ruhige, dem Herzen und dem Grün der Natur zugeordnete Ausstrahlung zu, weshalb man ihn meist als Anhänger auf Herzhöhe oder als Ring trägt.
Eigenschaften des Smaragds
• Man sagt ihm nach, dass er die natürliche Widerstandskraft stärkt.
• Die Tradition verbindet ihn mit ruhigen Nerven und gelöster Anspannung.
• Nach altem Glauben tut er Herz und Kreislauf gut.
• Alte Aufzeichnungen nannten ihn bei Menschen, die auf Lunge und Atem achten.
• Es heißt, er begleite die Arbeit der Nieren und die Reinigung des Körpers.
• Er gilt als Stein der Freundschaft, weil er aufrichtige und dauerhafte Bindungen festigen soll.
• In der Überlieferung wird ihm der Schutz von Ehe und Treue zugeschrieben.
• Man sagt, er bringe Eintracht und Wärme in familiäre Beziehungen.
• Er soll das Gefühl von Erfolg und Zufriedenheit mit dem Erreichten stärken.
• Dem Volksglauben nach befreit er vom Eindruck, nicht gut genug zu sein.
• Er wird Stein der Dankbarkeit genannt, weil er das Gute ringsum sichtbar machen soll.
• Es heißt, er öffne das Herz für die Liebe und schenke Lebensfreude.
• Traditionell gilt er als Stein des gelassenen Wohlstands und der Geborgenheit.
• Redenden und Lehrenden legte man ihn früher nahe, weil er die Wortwahl klären sollte.
Der Smaragd steht für Fülle, gereifte Liebe und die Fähigkeit, sich an dem zu freuen, was man hat. Zu ihm greifen Menschen, die Eintracht in Familie und Partnerschaft schätzen, sowie jene, die eine ruhige Form von Selbstsicherheit suchen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7.5 - 8
Chemische Struktur: Be₃Al₂Si₆O₁₈
Spezifisches Gewicht: 2.67 - 2.78
Chakren: Herz
Pflege: Nicht in Wasser einlegen. Nach dem Tragen trocken abwischen und von Hitze fernhalten.

