Der Achat gehört zu den vielgestaltigsten Steinen, die in der Natur vorkommen. Rot, grau, weiß, blau, braun und grün treten an ihm auf, meist in den typischen konzentrischen Bändern, die sich Lage um Lage abzeichnen. Die farbigen Schichten sind mal durchscheinend, mal fast undurchsichtig, und weil der Stein hart und widerstandsfähig ist, schätzt ihn die Schmuckkunst seit der Antike. Sein Name geht auf den sizilianischen Fluss Achates zurück, an dessen Ufern er der Überlieferung nach zuerst gefunden wurde.
Gewonnen wird Achat vor allem in Brasilien, Uruguay, Indien und Mexiko. In Europa war der Raum um Idar-Oberstein jahrhundertelang das Zentrum der Achatschleiferei, und von dort aus verbreiteten sich Ringe, Ketten, Siegel, Schalen und kleine Figuren aus diesem Stein. Weil Achat kaum verschleißt, wurde er häufig über Generationen weitergereicht. Als Amulett gegen ungünstige Einflüsse hat er eine ebenso lange Geschichte wie als Schmuckstück.
In der Steinkunde gilt der Achat als ruhiger, erdender Begleiter, den man zur Arbeit an der inneren Balance heranzieht. Die einzelnen Varietäten - Bandachat, Moosachat, Feuerachat - wurden früher ganz unterschiedlichen Zwecken zugeordnet. Dem Volksglauben nach entfaltet er sich am ehesten im unmittelbaren Hautkontakt, weil die Kräfte der Natur so ungehindert durch den Stein hindurchziehen sollen.
Eigenschaften des Achats
• Überliefert ist, dass er seinen Träger vor Gefahren abschirmt und ihm hilft, sich in ungünstigen Umständen zurechtzufinden.
• Traditionell wurde er bei Einschlafschwierigkeiten empfohlen und mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel in Verbindung gebracht.
• Alten Quellen zufolge erleichtert er den nüchternen Blick auf die Dinge, so wie sie wirklich sind.
• Ihm wird eine kräftige, als männlich gedachte Ausstrahlung zugeschrieben, die seit jeher mit Vitalität und körperlicher Stärke verknüpft wurde.
• Es heißt, er wärme verspannte Körperpartien und helfe, angestaute Anspannung zu lösen.
• In der Steinkunde soll er überschüssige Energie ableiten, weshalb man in fordernden Zeiten zu ihm griff.
• Dem Volksglauben nach erleichtert er den Kontakt zu anderen Menschen und das Ankommen in einer neuen Umgebung.
• Er gilt als Mutstein, der beim Überwinden von Ängsten begleiten soll.
• Früher glaubte man, er schärfe die Klarheit des Denkens und das logische Urteilsvermögen.
• Im Volksglauben wurde er mit einer gestärkten Konstitution und einem freien Lymphfluss verbunden.
• Überliefert ist, dass er einen ausgeglichenen Blutdruck begleitet, besonders wenn dieser eher niedrig ausfällt.
• Seit Jahrhunderten trägt man ihn als Schutz gegen den bösen Blick, weil er als Erstes ins Auge fällt und ungünstige Einflüsse auffangen soll.
• Seine warme, lebendige Ausstrahlung soll helfen, auch in schwierigen Momenten die guten Seiten zu sehen.
• Kindern in der Hosentasche soll er der Überlieferung nach Ruhe geben und Streit vermeiden helfen.
• Traditionell gilt er als Stein der Freude und des inneren Friedens.
Der Achat steht für irdisches Gedeihen, Beständigkeit und ruhige Kraft. Der Tradition nach schirmt er vor ungünstiger Energie ab und gibt verlorenen Mut zurück. Geschäftsleute trugen ihn gewohnheitsmäßig unterhalb der Gürtellinie, etwa in der Hosentasche, während der Ring als Fassung besonders das Selbstvertrauen stärken sollte. Angesprochen fühlen sich vor allem Menschen, die im Alltag Halt, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit suchen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 6.5 - 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.60 - 2.64
Chakren: Wurzel, Sakral, Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes und einer der bekanntesten Schmucksteine überhaupt. Sein Farbspektrum reicht von einem hellen Fliederton bis zu einem tiefen, fast weinroten Violett; verantwortlich dafür sind geringe Eisenanteile im Kristallgitter zusammen mit natürlicher Strahlung im Gestein. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "nicht berauscht" - alte Erzählungen schrieben ihm zu, vor den Folgen von zu viel Wein zu bewahren.
Häufig wächst er in Drusen, also in Hohlräumen vulkanischen Gesteins, deren Innenwände dicht mit spitzen Kristallen besetzt sind. Solche aufgeschnittenen Drusen gehören zu den beliebtesten Sammlerstücken. Abgebaut wird Amethyst auf mehreren Kontinenten, am bedeutendsten in Brasilien, Uruguay, Bolivien, Sambia und Namibia. Da der Stein alltagstauglich hart ist, findet er sich seit Jahrhunderten in Ringen, Anhängern, Armbändern und Dekorstücken.
In der Steintradition gilt der Amethyst als Kristall, der zugleich belebt und beruhigt. Man schreibt ihm zu, Kraft zu geben und die Stimmung auszugleichen, weshalb er gern den ganzen Tag über getragen wird, besonders in fordernder Umgebung. Schmuck mit Amethyst soll dem Volksglauben nach die Haut berühren, rohe Stufen stellt man in der Wohnung oder am Arbeitsplatz auf. Von Zeit zu Zeit soll man ihn reinigen: traditionell legt man ihn für einen Tag in trockene Erde oder kurz in klares Wasser. Länger in der prallen Sonne sollte er nicht liegen, denn sein Violett verblasst.
Eigenschaften des Amethysts
• Nach altem Glauben schirmt er vor ungünstigen Einflüssen aus dem Umfeld ab.
• Die Überlieferung bringt ihn mit müden, überanstrengten Augen in Verbindung.
• Früher nahm man an, er leite überschüssige Ladung aus dem Körper ab.
• Man sagt ihm nach, dass er klares Denken und geistige Beweglichkeit begleitet.
• In der Steinkunde gilt er als Verbündeter von Herz und Kreislauf.
• Es heißt, er unterstütze die natürliche Reinigung des Blutes.
• Im Volksglauben wurde er Menschen mit Neigung zu Allergien empfohlen.
• Dem Volksglauben nach dämpft er Zorn und hilft, heftige Reaktionen zu zügeln.
• Ihm wird eine lösende Wirkung bei innerer Anspannung zugeschrieben.
• Der Tradition nach gibt er Antrieb und Lust am Handeln zurück.
• Er gilt als Stein der inneren Ruhe und der heiteren Grundstimmung.
• Täglich getragen soll er vor dem bösen Blick und der Missgunst anderer schützen.
• Als rohe Stufe soll er nach alten Berichten ungünstige Raumenergie aufnehmen und gute zurückgeben.
• Traditionell kombiniert man ihn mit Rosenquarz, damit sich beide Steine gegenseitig verstärken.
Der Amethyst steht für Klarheit, Maß und Gelassenheit. Zu ihm greifen Menschen, die im Alltagstempo einen Ruhepol suchen, in anspruchsvollem Umfeld arbeiten oder einfach einen Stein mit sanfter, geordneter Ausstrahlung bei sich tragen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Drittes Auge, Krone
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Das Tigerauge gehört zur Quarzgruppe und ist in der Arbeit mit Mineralen seit Langem geschätzt. Goldene und honigfarbene Bänder durchziehen einen dunkleren, braunen Grund, und poliert bekommt der Stein einen seidigen Glanz, der beim Drehen wie ein schmaler Lichtstreifen über die Oberfläche wandert. Dieser bewegliche Schimmer erinnert an die schmale Pupille einer Raubkatze und hat dem Stein seinen Namen gegeben.
Entstanden ist das Muster aus feinen Fasern eines älteren Minerals, die nach und nach durch Quarz ersetzt wurden, während die faserige Struktur erhalten blieb. Genau sie lenkt das Licht zu jenem schmalen Band. Die bekanntesten Vorkommen liegen in Südafrika, Australien und Myanmar; die blaugraue Verwandte des Steins heißt Falkenauge. Verarbeitet wird das Rohmaterial vor allem zu Ringen, Anhängern und Armbändern, meist in Silber gefasst, und viele tragen einen glatt geschliffenen Stein einfach in der Tasche. Über den Preis entscheidet die Qualität des Rohsteins, weshalb zwei auf den ersten Blick ähnliche Stücke sehr unterschiedlich kosten können.
In der Steintradition gilt das Tigerauge als Stein der Eigenständigkeit und der inneren Balance. Man sagt ihm nach, dass er Gefühle ordnet, die Gedanken beruhigt und in schwierigen Momenten einen nüchternen Blick bewahrt. Nach altem Glauben dient er besonders jenen, die abends zur Ruhe kommen oder Mut für alltägliche Entscheidungen sammeln wollen, weshalb man ihn üblicherweise nah am Körper trägt.
Eigenschaften des Tigerauges
• Traditionell wurde er Menschen mit empfindlichen Atemwegen empfohlen.
• Dem Volksglauben nach begleitet er eine ruhige Verdauung sowie die Arbeit von Milz und Bauchspeicheldrüse.
• Man sagt ihm nach, dass er Mut gibt und an das gesetzte Ziel erinnert, wenn Orientierungslosigkeit aufkommt.
• In der Steinkunde gilt er als gutes Geschenk an einen nahen Menschen, weil er gegenseitiges Vertrauen festigen soll.
• Ihm wird zugeschrieben, die Stimmung auszugleichen und die Neigung zum Rechthaben zu mildern.
• Traditionell wird er mit Stärke und Ausdauer verbunden und soll die Entschlossenheit trotz Hindernissen aufrechterhalten.
• Es heißt, er begleite Menschen, die größere Veränderungen in ihrem Leben planen.
• Alte Aufzeichnungen nennen ihn bei Kindern, die nachts nach unruhigen Träumen aufwachen.
• Früher trug man ihn als Amulett gegen bösen Blick und Missgunst.
• Er soll die Selbstständigkeit fördern und die Abhängigkeit von fremden Meinungen verringern.
• Traditionell griff man zu ihm bei Schlaflosigkeit und bei Schwierigkeiten, den Kopf freizubekommen.
• Man sagt ihm nach, dass er Nervosität besänftigt und ein Gefühl von Entspannung bringt.
• Dem Volksglauben nach verleiht er seinem Träger im Alltag Leichtigkeit und Unbefangenheit.
Das Tigerauge steht für Mut, Eigenständigkeit und die Ruhe, die aus innerem Gleichgewicht kommt. Zu ihm greifen meist Menschen, die ihr Selbstvertrauen festigen, ihre Gefühle sortieren und in fordernden Vorhaben durchhalten möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.58 - 2.64
Chakren: Sakral, Solarplexus
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Obsidian ist natürliches Vulkanglas. Er entsteht dort, wo glühende Lava so rasch erstarrt, dass sich kein Kristallgitter mehr ausbilden kann. Gefunden wird er in vulkanisch geprägten Landschaften, meist in der Nähe alter Krater und erkalteter Lavaströme. Anatolien, Lipari, Island, Mexiko und die Vereinigten Staaten gehören zu den bekanntesten Fundgebieten.
Er hat einen glasigen, kräftigen Glanz und zeigt sich in Schwarz, Braun und Grüntönen. Am bekanntesten ist der Schneeflockenobsidian mit hellen Flecken auf dunklem Grund; daneben gibt es Regenbogen- und Mahagoniobsidian. Weil dem Stein die kristalline Ordnung fehlt, bricht er muschelig und bildet dabei hauchdünne, ausgesprochen scharfe Kanten. Genau deshalb fertigte man in der Steinzeit Pfeilspitzen, Klingen und Schneidwerkzeuge aus ihm, und Obsidian wurde über weite Strecken gehandelt, lange bevor Metall bekannt war.
In der alten Steintradition gilt Obsidian als stark erdender Begleiter. Man sagt ihm nach, dass er zurück in die innere Ruhe führt und zugleich zu einem ehrlichen Blick nach innen anregt. Getragen wird er als Schutzamulett oder in stillen Momenten in der Hand gehalten; wegen seiner als kräftig empfundenen Ausstrahlung rät die Überlieferung dazu, ihn eher stundenweise zu nutzen.
Eigenschaften des Obsidians
• Traditionell gilt er als Stein, der aufgestauten Zorn lösen hilft.
• Dem Volksglauben nach begleitet er jene, denen der Blick nach innen schwerfällt, und hilft, eigene Ängste zu benennen.
• Man sagt ihm nach, dass er schwierige Gedanken sichtbar macht, sodass man sie leichter hinter sich lässt.
• Er soll beim Loslassen von Erinnerungen helfen, zu denen man nicht zurückkehren möchte.
• Im Volksglauben sollte er Wohlbefinden und Tatendrang zurückbringen.
• Die Überlieferung schreibt ihm zu, das innere Licht und die eigenen Stärken zu zeigen.
• Er gilt als Stein der Wahrheit, der Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst und anderen begünstigen soll.
• Alten Berichten nach löst er Spannung, die sich im Körper gesammelt hat.
• Früher trug man ihn als Schutz gegen bösen Blick, besonders auf Reisen.
• Ihm wird die Rolle eines Schilds gegen ungünstige Stimmung im Umfeld zugeschrieben.
• Es heißt, er gebe Mut bei schweren Entscheidungen.
• Er gilt als Stein, der hilft, Angelegenheiten aus der Vergangenheit abzuschließen.
• In der Steinkunde wird er als Spiegel bezeichnet, weil polierte Scheiben früher tatsächlich als Spiegel dienten.
Der Obsidian steht für Aufrichtigkeit, Schutz und den Mut, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Zu ihm greifen vor allem Menschen, die ihre Gefühle ordnen, Vergangenes verabschieden oder sich im Alltag sicherer fühlen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 5 - 5.5
Chemische Struktur: SiO₂ (vulkanisches Glas)
Spezifisches Gewicht: 2.35 - 2.60
Chakren: Wurzel
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Citrin ist eine Quarzvarietät, deren Farbe von hellem Gelb über honigfarbenes Gold bis zu einem warmen, leicht bräunlichen Ton reicht. Die Kristalle sind mal durchsichtig, mal zart milchig, und ihr sonniger Ton hat dafür gesorgt, dass man sie seit Jahrhunderten in Schmuck fasst und als Zierstücke aufstellt. Sein Name geht auf die Zitrone zurück und beschreibt genau jenes helle Gelb.
Natürlicher Citrin ist deutlich seltener, als der Handel vermuten lässt: Ein großer Teil des angebotenen Materials sind erhitzte Amethyste, die durch die Wärmebehandlung ihr Violett verlieren und gelblich werden. Verwechslungen gibt es außerdem mit dem Topas, einem ungleich teureren Mineral, dessen gelbe und orangefarbene Spielarten ähnlich aussehen; früher wurden beide Namen sogar austauschbar verwendet. Es handelt sich jedoch um zwei verschiedene Minerale, und der Citrin gehört zur Quarzfamilie. Wichtige Vorkommen liegen in Brasilien, Bolivien, Madagaskar und Spanien.
Die Tradition schreibt diesem Stein eine warme, anregende Ausstrahlung zu, die man mit Sonnenlicht verbindet. Man sagt ihm nach, dass er Selbstvertrauen gibt und eine heitere Grundhaltung bewahren hilft. Kaufmannsstein wird er genannt, weil man ihn früher in die Ladenkasse legte, in der Hoffnung auf gute Geschäfte. In der prallen Sonne sollte er allerdings nicht liegen, denn sein Gelb bleicht aus.
Eigenschaften des Citrins
• Man sagt ihm nach, dass er Freude und Zufriedenheit in das Leben seines Trägers bringt.
• Traditionell gilt er als Stein des Gelingens und des guten Abschlusses begonnener Vorhaben.
• Dem Volksglauben nach hilft er, sich von Gefühlen zu lösen, die in eine gedrückte Stimmung führen.
• Er soll den Selbstwert stärken und die Neigung mindern, eigene Leistungen kleinzureden.
• Alte Aufzeichnungen empfahlen ihn in Momenten der Gereiztheit, weil er Ruhe und Sicherheit geben sollte.
• Traditionell greift man zu ihm, um unerwünschte Stimmung in einem Raum zu zerstreuen, ähnlich wie beim Amethyst.
• In der Steinkunde heißt es, er sammle im Unterschied zum Bergkristall keine ungünstige Energie an und brauche deshalb selten eine Reinigung.
• Er soll klares Denken begünstigen und helfen, den Alltag zu ordnen.
• Am Hals getragen, mit der Spitze nach unten, soll er Kraft und inneren Halt geben.
• Früher verband man ihn mit Wohlstand und einer glücklichen Hand in Geldangelegenheiten.
• Einem Massageöl beigelegt soll er dem Volksglauben nach den Kreislauf beleben.
• Alten Berichten nach tut er Nieren, Lunge und Verdauung gut.
• Es heißt, er begleite die Arbeit des Herzens.
• Studierenden legte man ihn früher auf den Schreibtisch, damit die Aufmerksamkeit nicht abreißt.
Der Citrin steht für Wärme, Zuversicht und Fülle. Zu ihm greifen Menschen, die ihr Selbstvertrauen festigen, eine gute Stimmung bewahren oder in beruflichen und finanziellen Dingen Rückenwind spüren möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Sakral, Solarplexus
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Der Topas gehört zu den seit Langem bekannten Edelsteinen und galt in der Steinkunde stets als Mineral mit besonders kräftiger Ausstrahlung. Er kommt in einer breiten Farbpalette vor: weiß, grau, blau, gelb, orange, braun und rot, daneben auch vollkommen farblos. Getragen wurde er seit jeher als Schutzstein, gerade in Zeiten von Seuchen und kriegerischer Unsicherheit. Sein Name wird auf eine Insel im Roten Meer oder auf das Sanskritwort für Feuer zurückgeführt.
Farbloser Topas wird mitunter mit dem Diamanten verwechselt, obwohl er deutlich weniger hart ist und das Licht anders bricht. Seine Farbe ist nicht immer beständig und kann in der Sonne verblassen; braune sibirische Stücke werden mit der Zeit weiß. Im achtzehnten Jahrhundert entdeckte man, dass brasilianischer Topas nach behutsamem Erhitzen einen rosa Ton annimmt, und das Verfahren setzte sich rasch durch. Bemerkenswert ist seine vollkommene Spaltbarkeit: Trotz hoher Härte kann ein harter Schlag ihn glatt teilen, weshalb Fassungen ihn gut schützen sollten. Als kostbarste Varietäten gelten Gelb und Orange, während Blau im Schmuck am verbreitetsten ist; die begehrtesten Stücke stammen heute aus Brasilien.
Alte Vorstellungen schrieben dem Topas eine helle, ordnende Ausstrahlung zu. Man trug ihn nah am Körper, als Ring, Ohrring oder Anhänger, in der Überzeugung, er gebe Zuversicht und helfe, im täglichen Ringen eine heitere Haltung zu bewahren. Auch als Kristall im Wohnraum ist er beliebt, weil er dort Ruhe und ein Gefühl von Fülle verbreiten soll.
Eigenschaften des Topas
• Man sagt ihm nach, dass er Körper und Geist ins Gleichgewicht bringt und ein Gefühl von Erneuerung schenkt.
• Dem Volksglauben nach begünstigen die durchsichtigen Varietäten die geistige Entwicklung.
• Alte Aufzeichnungen nannten ihn einen Stein, der die Augen behütet.
• Früher trug man ihn als Talisman gegen Krankheit.
• Man glaubte, er kläre die Gedanken und erleichtere geordnetes Schlussfolgern.
• Er soll das kühle Urteil in Situationen stärken, die rasche Entscheidungen verlangen.
• Dem Volksglauben nach entwickelt er die Intuition und liefert eine Lösung, wenn die Zeit zum Nachdenken fehlt.
• Ihm wird zugeschrieben, jenen Mut zu geben, die unter Druck bestehen müssen.
• Traditionell galt er als Schutz gegen bösen Blick und menschliche Ungerechtigkeit.
• Es heißt, er fördere die Entfaltung von Begabungen und natürlichen Talenten.
• In der Volksheilkunde wurde er mit einer gestärkten Widerstandskraft verbunden.
• Geschwächten und Genesenden sollte er Kraft zurückgeben.
• Der blauen Varietät wird nachgesagt, Fülle und Wohlstand anzuziehen.
• Früher glaubte man auch, er helfe, Gedanken klar auszudrücken und in schwierigen Gesprächen ruhig zu bleiben.
Der Topas steht für geistige Klarheit, innere Stärke und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber. Zu ihm greifen meist Menschen, die einen nüchternen Blick auf die Wirklichkeit schätzen und Mut sowie Gelassenheit in sich festigen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 8
Chemische Struktur: Al₂SiO₄(F,OH)₂
Spezifisches Gewicht: 3.49 - 3.57
Chakren: Solarplexus, Hals
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Der Türkis ist ein undurchsichtiger Stein in Tönen von Himmelblau bis zu sattem Grün. Mineralogisch ist er ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat, das in trockenen Gegenden dort entsteht, wo kupferhaltige Lösungen durch verwittertes Gestein sickern. Manche Stücke sind einfarbig, andere von feinen Adern in Gold, Braun oder Schwarz durchzogen, die vom umgebenden Muttergestein stammen und Matrix genannt werden; deshalb sieht kein Exemplar aus wie das andere. Sein Name kommt aus dem Französischen und meinte den türkischen Stein, weil die ersten Lieferungen über die Türkei nach Europa gelangten.
Verarbeitet wurde er bereits im alten Ägypten, wo man ihn auf der Sinai-Halbinsel gewann. Später schätzte man ihn in Persien, wo die Gruben von Nischapur seit über tausend Jahren das feinste Material liefern, in Tibet sowie bei den indigenen Völkern des amerikanischen Südwestens, die ihn traditionell in Silber fassen. Wichtig ist der behutsame Umgang: Türkis ist verhältnismäßig weich und deutlich poröser als die meisten Schmucksteine. Er saugt Wasser, Öle, Kosmetik und Parfüm auf, verfärbt sich dabei und kann sogar reißen, weshalb er niemals eingelegt oder gewaschen werden darf. Auch pralle Sonne meidet man, denn sein Blau schlägt dann ins Grüne um. Weil naturbelassener Türkis selten und teuer ist, kursieren viele gefärbte, kunstharzgetränkte oder vollständig künstliche Steine; die Herkunft sollte man beim Kauf daher genau prüfen.
In der Steintradition wird dem Türkis eine ruhige, heitere Ausstrahlung zugeschrieben. Man sagt ihm nach, dass er Unruhe besänftigt und Kraft gibt. Getragen wird er meist als Schmuck nah an der Haut, und alte Berichte empfahlen die Fassung in Silber, weil sie seine Wirkung verstärken sollte.
Eigenschaften des Türkis
• Man sagt ihm nach, dass er Unruhe mildert und nervöse Anspannung lösen hilft.
• Traditionell wurde er Trauernden empfohlen, denen er Trost bringen sollte.
• Dem Volksglauben nach begleitet er Menschen nach einem plötzlichen Schrecken zurück ins Gleichgewicht.
• Alte Aufzeichnungen schreiben ihm zu, die Lebenskraft seines Trägers zu stärken.
• Er gilt als Stein der Weisheit, der besonnenes Denken begünstigen soll.
• In vielen Kulturen wurde er als Amulett gegen bösen Blick und Missgunst getragen.
• Bei Verdauungsbeschwerden trug man ihn früher als Gürtelschnalle oder Armreif.
• In der Steinkunde wird er mit einem ausgeglichenen Blutdruck verbunden.
• Es heißt, er begleite Herz und Kreislauf.
• Er gilt als Stein der Eintracht, der Spannungen zwischen Menschen mildern soll.
• Die Überlieferung schreibt ihm zu, das offene Gespräch über eigene Bedürfnisse zu erleichtern.
• Reisende nahmen ihn früher mit, im Glauben, er bewahre vor Unglück unterwegs.
• Nach altem Glauben hilft er, in überlasteten Zeiten wieder zu Kräften zu kommen.
Der Türkis steht für Frieden, inneres Gleichgewicht und Schutz. Zu ihm greifen Menschen, die Ruhe suchen, nach einer schweren Phase wieder zu sich finden, sowie jene, die die lebendige Farbe und die weite Geschichte dieses Steins schätzen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 5 - 6
Chemische Struktur: CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·5H₂O
Spezifisches Gewicht: 2.31 - 2.84
Chakren: Hals, Herz, Drittes Auge
Pflege: Nicht in Wasser einlegen, der Stein ist porös. Mit einem weichen trockenen Tuch abwischen und vor direkter Sonne schützen.
Jade ist ein Sammelname für zwei verschiedene Minerale, den Jadeit und den Nephrit, die einander äußerlich sehr ähneln. Bekannt ist der Stein vor allem für sein tiefes, sattes Grün, doch er tritt ebenso in gelben, weißen, braunen und schwarzen Abstufungen auf, mitunter mit roten Sprenkeln. Sein Name geht auf das Spanische zurück und bedeutet Lendenstein, denn früher glaubte man, er bringe bei Nierenbeschwerden Erleichterung.
Bemerkenswert ist seine Zähigkeit: Jade besteht aus dicht verfilzten Kristallfasern, wodurch sie sich kaum spalten lässt und Stöße erstaunlich gut übersteht, obwohl ihre Ritzhärte nur mittel ist. Genau deshalb entstanden aus ihr in der Jungsteinzeit Beile und Werkzeuge, später Ringe, Amulette, Siegel und rituelle Gegenstände. In China gilt Jade seit Jahrtausenden als der edelste aller Steine, auch die Maya und die Māori schätzten sie hoch. Die feinsten Jadeitvorkommen liegen in Myanmar, Nephrit findet sich unter anderem in Russland, Kanada, Neuseeland und China.
In der Steinkunde wird der Jade eine milde, ausgleichende Ausstrahlung zugeschrieben. Deshalb trägt man sie nah am Körper, als Kette oder Ring, oder hält ein glatt geschliffenes Stück in der Hand, wo es rasch die Körperwärme annimmt.
Eigenschaften der Jade
• Man sagt ihr nach, dass sie überschießende Gefühle mildert und heftige Reaktionen abkühlt.
• In der Hand gehalten erwärmt sie sich, und die Tradition sieht darin einen einfachen Weg zur Entspannung.
• Dem Volksglauben nach gibt sie Ruhe und Sicherheit in Momenten der Angst.
• Auf das Herz gelegt sollte sie bei Schwäche und Müdigkeit Erleichterung bringen.
• Alte Aufzeichnungen nennen sie einen Stein des Mutes, der Besonnenheit und des Gerechtigkeitssinns.
• Sie soll davor bewahren, sich nach einem Erfolg über andere zu stellen.
• Es heißt, sie helfe, sich nicht von Gefühlen mitreißen zu lassen, und schaffe klare Sicht.
• Traditionell wurde sie für Arbeiten empfohlen, die längere Sammlung verlangen.
• Früher griff man bei Zahnbeschwerden zu ihr.
• Sie gilt als Stein, der den Körper von Überflüssigem befreien soll.
• Wegen der ihr zugeschriebenen ruhigen Ausstrahlung eignet sie sich zum täglichen Tragen.
• Der Überlieferung nach dient sie besonders Rednern, Lehrenden und Vortragenden.
• In China legte man sie als Zeichen von Reinheit und langem Leben in die Wiege eines Kindes.
Die Jade steht für Gelassenheit, inneres Gleichgewicht und Redlichkeit sich selbst und anderen gegenüber. Getragen wird sie am liebsten von Menschen, die aufgewühlte Gefühle beruhigen, ein nüchternes Urteil bewahren und konzentriert arbeiten möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 6 - 7
Chemische Struktur: NaAlSi₂O₆ / Ca₂(Mg,Fe)₅Si₈O₂₂(OH)₂
Spezifisches Gewicht: 2.90 - 3.38
Chakren: Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.

