Hätte Wärme eine Farbe, sähe sie aus wie Bernstein, Citrin und goldener Topas; in der Überlieferung gelten alle drei als Steine der guten Laune, und davon hat der Löwe reichlich. Die Liste versteht Selbstvertrauen außerdem als zwei verschiedene Dinge. Da ist die strahlende Sorte, die ein Feuerzeichen in einen Raum trägt, und die stille, die auch dann hält, wenn niemand applaudiert. Für ein Zeichen, das Kritik mehr zu Herzen nimmt, als es zugibt, zählt die zweite mindestens genauso.
Für einen Tag im Rampenlicht eignen sich Citrin oder Topas: Wer früher vor Publikum sprechen musste, trug Citrin, um sich wohl und gelassen zu fühlen, und der Topas soll die Nerven ruhig halten, wenn viele Augen auf dich gerichtet sind. Bernstein, der sich warm anfühlt, ist ein Stein für graue Winterwochen, denn der Volksglaube verbindet ihn mit gehobener Stimmung und leichter Geselligkeit. Für die leisere Art von Selbstvertrauen gibt es den alten Brauch des Achatrings, der dich sicherer machen soll, und den Amethyst, den Stein einer inneren Autorität, die nichts beweisen muss. Bergkristall passt zu jedem von ihnen, weil er nach der Steinkunde den Stein neben sich verstärkt. Der Rubin, der klassische Stein des Löwen, wird seit Jahrhunderten König der Edelsteine genannt, und die Überlieferung weist ihn Menschen zu, die mit dem Herzen führen: Er wird mit Mut, Wärme und einem treuen, großzügigen Wesen verbunden.
Der Achat gehört zu den vielgestaltigsten Steinen, die in der Natur vorkommen. Rot, grau, weiß, blau, braun und grün treten an ihm auf, meist in den typischen konzentrischen Bändern, die sich Lage um Lage abzeichnen. Die farbigen Schichten sind mal durchscheinend, mal fast undurchsichtig, und weil der Stein hart und widerstandsfähig ist, schätzt ihn die Schmuckkunst seit der Antike. Sein Name geht auf den sizilianischen Fluss Achates zurück, an dessen Ufern er der Überlieferung nach zuerst gefunden wurde.
Gewonnen wird Achat vor allem in Brasilien, Uruguay, Indien und Mexiko. In Europa war der Raum um Idar-Oberstein jahrhundertelang das Zentrum der Achatschleiferei, und von dort aus verbreiteten sich Ringe, Ketten, Siegel, Schalen und kleine Figuren aus diesem Stein. Weil Achat kaum verschleißt, wurde er häufig über Generationen weitergereicht. Als Amulett gegen ungünstige Einflüsse hat er eine ebenso lange Geschichte wie als Schmuckstück.
In der Steinkunde gilt der Achat als ruhiger, erdender Begleiter, den man zur Arbeit an der inneren Balance heranzieht. Die einzelnen Varietäten - Bandachat, Moosachat, Feuerachat - wurden früher ganz unterschiedlichen Zwecken zugeordnet. Dem Volksglauben nach entfaltet er sich am ehesten im unmittelbaren Hautkontakt, weil die Kräfte der Natur so ungehindert durch den Stein hindurchziehen sollen.
Eigenschaften des Achats
• Überliefert ist, dass er die tragende Person vor Gefahren abschirmt und ihr hilft, sich in ungünstigen Umständen zurechtzufinden.
• Traditionell wurde er bei Einschlafschwierigkeiten empfohlen und mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel in Verbindung gebracht.
• Alten Quellen zufolge erleichtert er den nüchternen Blick auf die Dinge, so wie sie wirklich sind.
• Ihm wird eine kräftige, als männlich gedachte Ausstrahlung zugeschrieben, die seit jeher mit Vitalität und körperlicher Stärke verknüpft wurde.
• Es heißt, er wärme verspannte Körperpartien und helfe, angestaute Anspannung zu lösen.
• In der Steinkunde soll er überschüssige Energie ableiten, weshalb man in fordernden Zeiten zu ihm griff.
• Dem Volksglauben nach erleichtert er den Kontakt zu anderen Menschen und das Ankommen in einer neuen Umgebung.
• Er gilt als Mutstein, der beim Überwinden von Ängsten begleiten soll.
• Früher glaubte man, er schärfe die Klarheit des Denkens und das logische Urteilsvermögen.
• Im Volksglauben wurde er mit einer gestärkten Konstitution und einem freien Lymphfluss verbunden.
• Überliefert ist, dass er einen ausgeglichenen Blutdruck begleitet, besonders wenn dieser eher niedrig ausfällt.
• Seit Jahrhunderten trägt man ihn als Schutz gegen den bösen Blick, weil er als Erstes ins Auge fällt und ungünstige Einflüsse auffangen soll.
• Seine warme, lebendige Ausstrahlung soll helfen, auch in schwierigen Momenten die guten Seiten zu sehen.
• Kindern in der Hosentasche soll er der Überlieferung nach Ruhe geben und Streit vermeiden helfen.
• Traditionell gilt er als Stein der Freude und des inneren Friedens.
Der Achat steht für irdisches Gedeihen, Beständigkeit und ruhige Kraft. Der Tradition nach schirmt er vor ungünstiger Energie ab und gibt verlorenen Mut zurück. Geschäftsleute trugen ihn gewohnheitsmäßig unterhalb der Gürtellinie, etwa in der Hosentasche, während der Ring als Fassung besonders das Selbstvertrauen stärken sollte. Angesprochen fühlen sich vor allem Menschen, die im Alltag Halt, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit suchen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 6.5 - 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.60 - 2.64
Chakren: Wurzel, Sakral, Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Amethyst ist die violette Varietät des Quarzes und einer der bekanntesten Schmucksteine überhaupt. Sein Farbspektrum reicht von einem hellen Fliederton bis zu einem tiefen, fast weinroten Violett; verantwortlich dafür sind geringe Eisenanteile im Kristallgitter zusammen mit natürlicher Strahlung im Gestein. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "nicht berauscht" - alte Erzählungen schrieben ihm zu, vor den Folgen von zu viel Wein zu bewahren.
Häufig wächst er in Drusen, also in Hohlräumen vulkanischen Gesteins, deren Innenwände dicht mit spitzen Kristallen besetzt sind. Solche aufgeschnittenen Drusen gehören zu den beliebtesten Sammlerstücken. Abgebaut wird Amethyst auf mehreren Kontinenten, am bedeutendsten in Brasilien, Uruguay, Bolivien, Sambia und Namibia. Da der Stein alltagstauglich hart ist, findet er sich seit Jahrhunderten in Ringen, Anhängern, Armbändern und Dekorstücken.
In der Steintradition gilt der Amethyst als Kristall, der zugleich belebt und beruhigt. Man schreibt ihm zu, Kraft zu geben und die Stimmung auszugleichen, weshalb er gern den ganzen Tag über getragen wird, besonders in fordernder Umgebung. Schmuck mit Amethyst soll dem Volksglauben nach die Haut berühren, rohe Stufen stellt man in der Wohnung oder am Arbeitsplatz auf. Von Zeit zu Zeit soll man ihn reinigen: traditionell legt man ihn für einen Tag in trockene Erde oder kurz in klares Wasser. Länger in der prallen Sonne sollte er nicht liegen, denn sein Violett verblasst.
Eigenschaften des Amethysts
• Nach altem Glauben schirmt er vor ungünstigen Einflüssen aus dem Umfeld ab.
• Die Überlieferung bringt ihn mit müden, überanstrengten Augen in Verbindung.
• Früher nahm man an, er leite überschüssige Ladung aus dem Körper ab.
• Man sagt ihm nach, dass er klares Denken und geistige Beweglichkeit begleitet.
• In der Steinkunde gilt er als Verbündeter von Herz und Kreislauf.
• Es heißt, er unterstütze die natürliche Reinigung des Blutes.
• Im Volksglauben wurde er Menschen mit Neigung zu Allergien empfohlen.
• Dem Volksglauben nach dämpft er Zorn und hilft, heftige Reaktionen zu zügeln.
• Ihm wird eine lösende Wirkung bei innerer Anspannung zugeschrieben.
• Der Tradition nach gibt er Antrieb und Lust am Handeln zurück.
• Er gilt als Stein der inneren Ruhe und der heiteren Grundstimmung.
• Täglich getragen soll er vor dem bösen Blick und der Missgunst anderer schützen.
• Als rohe Stufe soll er nach alten Berichten ungünstige Raumenergie aufnehmen und gute zurückgeben.
• Traditionell kombiniert man ihn mit Rosenquarz, damit sich beide Steine gegenseitig verstärken.
Der Amethyst steht für Klarheit, Maß und Gelassenheit. Zu ihm greifen Menschen, die im Alltagstempo einen Ruhepol suchen, in anspruchsvollem Umfeld arbeiten oder einfach einen Stein mit sanfter, geordneter Ausstrahlung bei sich tragen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Drittes Auge, Krone
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Bernstein ist kein Mineral im eigentlichen Sinn, sondern versteinertes Harz urzeitlicher Nadelbäume, das über Millionen von Jahren in Böden und Meeresablagerungen ausgehärtet ist. Er ist durchscheinend und zeigt sich in vielen Abstufungen, vom hellen Honiggelb über warmes Braun bis zu tiefem Rot. Als organisches Material ist er ausgesprochen weich, bricht leicht und verlangt einen behutsamen Umgang; direkte Sonne und Wasser setzen ihm zu.
Die bekanntesten Vorkommen liegen an der Ostsee, unter anderem an der polnischen und der litauischen Küste, und baltischer Bernstein zählt seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Schmucksteinen Europas. Besonders geschätzt sind Stücke mit Einschlüssen, also mit Insekten oder Pflanzenteilen, die vor Jahrmillionen im flüssigen Harz haften blieben; solche Zeugnisse gibt es in keinem anderen Schmuckstein und sie steigern den Wert deutlich. Verrieben oder erwärmt lädt sich Bernstein elektrostatisch auf und zieht leichte Teilchen an - eine Beobachtung, die dem griechischen Wort "elektron" und darüber der Elektrizität ihren Namen gab. Echtes Material verrät sich beim Erhitzen durch einen harzigen Kiefernduft, während Fälschungen aus Kunststoff, Glas oder Kunstharz bestehen.
In der Steintradition wird dem Bernstein eine warme, milde Ausstrahlung zugeschrieben. Er nimmt schnell die Körperwärme an, weshalb es heißt, er entfalte sich am besten im direkten Hautkontakt: als Kette, als Armband oder als Stein in der Hand. Dem Volksglauben nach löst er Anspannung, beruhigt und gibt eine heitere Grundhaltung zurück.
Eigenschaften des Bernsteins
• Traditionell legt man ihn auf schmerzende Stellen; je größer das Stück, desto kräftiger soll seine Wirkung sein.
• In der alten Volksheilkunde empfahl man Bernsteinketten bei Erkältungen, hartnäckigem Husten, Bronchialreizungen und Allergieneigung.
• Alte Aufzeichnungen bringen ihn mit Hals und Schilddrüse in Verbindung und stellten ihn darin über andere Steine.
• In der linken Hand gehalten soll er überschüssige Ladung aus dem Körper aufnehmen.
• Es heißt, dass das Lösen dieser Spannung gedrückte Stimmung mildert.
• Er soll helfen, ein Gleichgewicht zwischen Alltagspflichten und innerer Ruhe zu finden.
• Im Volksglauben galt er als Stein, der Geld anzieht, weshalb man ihn in Kassen und Schatullen legte.
• Wenn das Leben schwer wiegt und die Pflichten drücken, soll er der Überlieferung nach Kraft und Lust am Handeln zurückgeben.
• Man sagt ihm nach, dass er die hellen Seiten des Alltags sichtbar macht und mit Freude füllt.
• Ihm wird eine warme, heitere Ausstrahlung zugeschrieben, die Müdigkeit und innere Unruhe zerstreuen soll.
• Direkt auf der Haut getragen soll er das Gefühl von Geborgenheit stärken.
• Kindern legte man ihn früher als Kette an, weil er als schützender Begleiter galt.
Der Bernstein steht für Wärme, Lebensfreude und die ruhige, ausgleichende Kraft der Natur. Zu ihm greifen meist Menschen, die im Alltagstempo Erleichterung suchen, Nervosität mildern wollen oder schlicht seine honigfarbene Leichtigkeit mögen. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 2 - 2.5
Chemische Struktur: C₁₀H₁₆O
Spezifisches Gewicht: 1.05 - 1.09
Chakren: Sakral, Solarplexus
Pflege: Vorsichtig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen und sofort trocknen. Der Stein ist sehr weich, daher vor Parfüm, Alkohol, Reinigungsmitteln, Hitze und langer direkter Sonne schützen.
Der Bergkristall ist die farblose, klare Varietät des Quarzes, eines Minerals, das so verbreitet ist, dass man seine Abwandlungen in Gesteinen rund um die Welt findet. Er bildet harte, sechseckige Säulen, die meist in einer Spitze enden. Gelegentlich bleibt beim Wachstum ein Wassertropfen im Inneren eingeschlossen, der erst beim Spalten des Steins frei wird.
Der Name geht auf das griechische Wort für Eis zurück, denn in der Antike hielt man die klaren Säulen für dauerhaft gefrorenes Wasser. Quarz ist dabei kein einzelner Stein, sondern eine große Familie: Amethyst, Citrin, Heliotrop und Chrysopras haben mit der Zeit eigene Namen bekommen. Der Bergkristall begleitete seit jeher Rituale, Volksmedizin und Regenbitten; berühmt sind die großen Alpenfunde aus Klüften im Hochgebirge. Heute hat er auch technische Bedeutung, weil Quarz unter Druck elektrische Spannung erzeugt und deshalb in Uhren, Elektronik und Messtechnik steckt.
In alten Steinbüchern gilt der Bergkristall als Sinnbild von Kraft und verborgener Naturmacht. Man sagt ihm nach, dass er die Energie der Umgebung durchlässt und wie eine Linse bündelt, angestaute Spannung zerstreut und zugleich das Gute ordnet und festhält. Die Überlieferung erzählt, er sammle die Kraft der ganzen Welt, aus der schöpfen könne, wer ihn bei sich trage. Am häufigsten hält man ihn während der Meditation in der Hand, trägt ihn als Anhänger oder legt ihn in einen Raum, in dem ein klarer Kopf gefragt ist.
Eigenschaften des Bergkristalls
• Er gilt als Stein des seelischen Gleichgewichts, zu dem man traditionell in unruhigen Zeiten griff.
• Dem Volksglauben nach regt er den Geist an und begünstigt klares Denken.
• Man sagt ihm nach, dass er die Konzentration stärkt und hilft, bei einer Aufgabe zu bleiben.
• Traditionell wird ihm Schutz vor plötzlichem Kraftverlust zugeschrieben.
• Es heißt, er bündle die Strahlung von Geräten wie Telefon oder Radio, weshalb man ihn daneben legt.
• Unter der Kleidung, im Hautkontakt getragen, soll er der Überlieferung nach vor ungünstigen Einflüssen anderer Menschen abschirmen.
• In wohlgesinnter Gesellschaft rät die Tradition, ihn sichtbar zu tragen, weil er dann deren gute Stimmung aufnehme.
• Im Volksglauben galt er als Abwehr gegen bösen Blick und Missgunst.
• Alte Aufzeichnungen nennen ihn bei Kopfschmerzen.
• Der Überlieferung nach begleitet er eine ruhige Verdauung.
• Es heißt, er tue dem Blutkreislauf gut.
• Empfohlen wurde er auch bei müden Augen und nachlassender Sehkraft.
• Er gilt als Stein, der Räume von angestauter Spannung reinigt.
• Man sagt ihm nach, dass er Gedanken und Vorsätze verstärkt, weshalb er Meditationen gern begleitet.
Der Bergkristall steht für Klarheit, innere Kraft und die verborgene Macht der Natur. Zu ihm greifen meist Menschen, die geistige Ruhe und Schutz vor Reizüberflutung suchen, sowie Meditierende und Mineralienfreunde, für die er einer der geschätztesten Steine bleibt. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Krone, Drittes Auge
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.
Der Citrin ist eine Quarzvarietät, deren Farbe von hellem Gelb über honigfarbenes Gold bis zu einem warmen, leicht bräunlichen Ton reicht. Die Kristalle sind mal durchsichtig, mal zart milchig, und ihr sonniger Ton hat dafür gesorgt, dass man sie seit Jahrhunderten in Schmuck fasst und als Zierstücke aufstellt. Sein Name geht auf die Zitrone zurück und beschreibt genau jenes helle Gelb.
Natürlicher Citrin ist deutlich seltener, als der Handel vermuten lässt: Ein großer Teil des angebotenen Materials sind erhitzte Amethyste, die durch die Wärmebehandlung ihr Violett verlieren und gelblich werden. Verwechslungen gibt es außerdem mit dem Topas, einem ungleich teureren Mineral, dessen gelbe und orangefarbene Spielarten ähnlich aussehen; früher wurden beide Namen sogar austauschbar verwendet. Es handelt sich jedoch um zwei verschiedene Minerale, und der Citrin gehört zur Quarzfamilie. Wichtige Vorkommen liegen in Brasilien, Bolivien, Madagaskar und Spanien.
Die Tradition schreibt diesem Stein eine warme, anregende Ausstrahlung zu, die man mit Sonnenlicht verbindet. Man sagt ihm nach, dass er Selbstvertrauen gibt und eine heitere Grundhaltung bewahren hilft. Kaufmannsstein wird er genannt, weil man ihn früher in die Ladenkasse legte, in der Hoffnung auf gute Geschäfte. In der prallen Sonne sollte er allerdings nicht liegen, denn sein Gelb bleicht aus.
Eigenschaften des Citrins
• Man sagt ihm nach, dass er Freude und Zufriedenheit in das Leben der tragenden Person bringt.
• Traditionell gilt er als Stein des Gelingens und des guten Abschlusses begonnener Vorhaben.
• Dem Volksglauben nach hilft er, sich von Gefühlen zu lösen, die in eine gedrückte Stimmung führen.
• Er soll den Selbstwert stärken und die Neigung mindern, eigene Leistungen kleinzureden.
• Alte Aufzeichnungen empfahlen ihn in Momenten der Gereiztheit, weil er Ruhe und Sicherheit geben sollte.
• Traditionell greift man zu ihm, um unerwünschte Stimmung in einem Raum zu zerstreuen, ähnlich wie beim Amethyst.
• In der Steinkunde heißt es, er sammle im Unterschied zum Bergkristall keine ungünstige Energie an und brauche deshalb selten eine Reinigung.
• Er soll klares Denken begünstigen und helfen, den Alltag zu ordnen.
• Am Hals getragen, mit der Spitze nach unten, soll er Kraft und inneren Halt geben.
• Früher verband man ihn mit Wohlstand und einer glücklichen Hand in Geldangelegenheiten.
• Einem Massageöl beigelegt soll er dem Volksglauben nach den Kreislauf beleben.
• Alten Berichten nach tut er Nieren, Lunge und Verdauung gut.
• Es heißt, er begleite die Arbeit des Herzens.
• Studierenden legte man ihn früher auf den Schreibtisch, damit die Aufmerksamkeit nicht abreißt.
Der Citrin steht für Wärme, Zuversicht und Fülle. Zu ihm greifen Menschen, die ihr Selbstvertrauen festigen, eine gute Stimmung bewahren oder in beruflichen und finanziellen Dingen Rückenwind spüren möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 7
Chemische Struktur: SiO₂
Spezifisches Gewicht: 2.65
Chakren: Sakral, Solarplexus
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Der Topas gehört zu den seit Langem bekannten Edelsteinen und galt in der Steinkunde stets als Mineral mit besonders kräftiger Ausstrahlung. Er kommt in einer breiten Farbpalette vor: weiß, grau, blau, gelb, orange, braun und rot, daneben auch vollkommen farblos. Getragen wurde er seit jeher als Schutzstein, gerade in Zeiten von Seuchen und kriegerischer Unsicherheit. Sein Name wird auf eine Insel im Roten Meer oder auf das Sanskritwort für Feuer zurückgeführt.
Farbloser Topas wird mitunter mit dem Diamanten verwechselt, obwohl er deutlich weniger hart ist und das Licht anders bricht. Seine Farbe ist nicht immer beständig und kann in der Sonne verblassen; braune sibirische Stücke werden mit der Zeit weiß. Im achtzehnten Jahrhundert entdeckte man, dass brasilianischer Topas nach behutsamem Erhitzen einen rosa Ton annimmt, und das Verfahren setzte sich rasch durch. Bemerkenswert ist seine vollkommene Spaltbarkeit: Trotz hoher Härte kann ein harter Schlag ihn glatt teilen, weshalb Fassungen ihn gut schützen sollten. Als kostbarste Varietäten gelten Gelb und Orange, während Blau im Schmuck am verbreitetsten ist; die begehrtesten Stücke stammen heute aus Brasilien.
Alte Vorstellungen schrieben dem Topas eine helle, ordnende Ausstrahlung zu. Man trug ihn nah am Körper, als Ring, Ohrring oder Anhänger, in der Überzeugung, er gebe Zuversicht und helfe, im täglichen Ringen eine heitere Haltung zu bewahren. Auch als Kristall im Wohnraum ist er beliebt, weil er dort Ruhe und ein Gefühl von Fülle verbreiten soll.
Eigenschaften des Topas
• Man sagt ihm nach, dass er Körper und Geist ins Gleichgewicht bringt und ein Gefühl von Erneuerung schenkt.
• Dem Volksglauben nach begünstigen die durchsichtigen Varietäten die geistige Entwicklung.
• Alte Aufzeichnungen nannten ihn einen Stein, der die Augen behütet.
• Früher trug man ihn als Talisman gegen Krankheit.
• Man glaubte, er kläre die Gedanken und erleichtere geordnetes Schlussfolgern.
• Er soll das kühle Urteil in Situationen stärken, die rasche Entscheidungen verlangen.
• Dem Volksglauben nach entwickelt er die Intuition und liefert eine Lösung, wenn die Zeit zum Nachdenken fehlt.
• Ihm wird zugeschrieben, jenen Mut zu geben, die unter Druck bestehen müssen.
• Traditionell galt er als Schutz gegen bösen Blick und menschliche Ungerechtigkeit.
• Es heißt, er fördere die Entfaltung von Begabungen und natürlichen Talenten.
• In der Volksheilkunde wurde er mit einer gestärkten Widerstandskraft verbunden.
• Geschwächten und Genesenden sollte er Kraft zurückgeben.
• Der blauen Varietät wird nachgesagt, Fülle und Wohlstand anzuziehen.
• Früher glaubte man auch, er helfe, Gedanken klar auszudrücken und in schwierigen Gesprächen ruhig zu bleiben.
Der Topas steht für geistige Klarheit, innere Stärke und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber. Zu ihm greifen meist Menschen, die einen nüchternen Blick auf die Wirklichkeit schätzen und Mut sowie Gelassenheit in sich festigen möchten. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 8
Chemische Struktur: Al₂SiO₄(F,OH)₂
Spezifisches Gewicht: 3.49 - 3.57
Chakren: Solarplexus, Hals
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen. Nicht länger in die direkte Sonne legen, die Farbe verblasst.
Der Rubin gehört zu den höchstgeschätzten Edelsteinen und wird in Indien seit Jahrhunderten der Herrscher der Steine genannt. Mineralogisch ist er die rote Varietät des Korunds und in der Härte nur dem Diamanten unterlegen, weshalb er das tägliche Tragen mühelos übersteht. Sein Farbspektrum umfasst alle Rottöne, vom hellen Rosa und Purpur bis zu einem tiefen, ins Bräunliche ziehenden Rot. Verantwortlich für die Farbe ist Chrom im Kristallgitter.
Im Rohzustand wirkt ein Rubin oft unscheinbar, doch geschliffen entfaltet er ein Feuer, das dem des Diamanten nahekommt. Die berühmtesten Steine stammen aus dem Tal von Mogok in Myanmar; die begehrteste Farbe trägt dort den Handelsnamen Taubenblut. Weitere bedeutende Vorkommen liegen in Thailand, Sri Lanka, Madagaskar und Mosambik. Neben der Schmuckkunst hat der Rubin auch Technikgeschichte geschrieben: Aus einem Rubinkristall wurde 1960 der erste funktionierende Laser gebaut, was das Mineral weit über die Welt der Juweliere hinaus bekannt machte.
In der Steintradition schreibt man dem Rubin eine feurige, belebende Ausstrahlung zu. Man sagt ihm nach, dass er ein Gefühl von Freiheit und innerem Aufbruch schenkt, Mut, Führungsstärke und Lebensfreude begleitet, während das kräftige Rot dem Volksglauben nach die Lebenskraft stärkt. Nah am Körper getragen soll er Selbstvertrauen geben und das offene Sprechen über Gefühle erleichtern.
Eigenschaften des Rubins
• Alte Aufzeichnungen berichten, er stärke die natürliche Widerstandskraft.
• Traditionell wurde er zur Belebung des Blutkreislaufs und nach zehrenden Zeiten herangezogen.
• Dem Volksglauben nach hilft er, im Sinnlichen das rechte Maß zu halten, und gleicht Übererregung aus.
• Er soll die tragende Person zur Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen anhalten.
• Man sagt ihm nach, dass er den freien Selbstausdruck erleichtert, ohne auf fremde Urteile zu schielen.
• Ihm wird zugeschrieben, Selbstvertrauen und Entschlusskraft zu stärken.
• Traditionell gilt er als Stein der Führung, der Ausdauer und der Beständigkeit im Handeln.
• Er soll helfen, über eigene Grenzen und eingefahrene Denkmuster hinauszugehen.
• Dem Volksglauben nach begünstigt er die geistige Entwicklung und ein Gefühl von Glück.
• Früher glaubte man, er befreie von Groll, der sich gegen einen selbst richtet.
• Man sagt ihm nach, dass er für bedingungslose Liebe und tiefe Verbundenheit öffnet.
• In der Steinkunde lehrt er Nachsicht und Toleranz gegenüber anderen Menschen.
• Seit Jahrhunderten als Schutz gegen bösen Blick getragen, soll er zugleich die Intuition stärken.
• Erschöpften und Antriebslosen soll er der Tradition nach die Lust am Handeln zurückgeben.
Der Rubin steht für Lebenskraft, Mut und die Aufrichtigkeit der Gefühle. Zu ihm greifen vor allem Menschen, die ihr Selbstvertrauen festigen, ihren Elan zurückgewinnen oder ihre Unabhängigkeit betonen wollen. Er wird zudem als Stein der Liebe und Treue getragen und findet sich deshalb häufig in Schmuck, der über Generationen weitergegeben wird. Die beschriebenen Anwendungen gehören zur Überlieferung und zum Volksglauben und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Härtegrad: 9
Chemische Struktur: Al₂O₃
Spezifisches Gewicht: 3.97 - 4.05
Chakren: Wurzel, Herz
Pflege: Mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste reinigen, danach gut abtrocknen. Sonnenlicht schadet ihm nicht.