Von einem Raubüberfall träumen

Ein Traum, aus dem man aufgeschreckt aufwacht, und einer, den die Tradition als Verlust und Eindringen deutet, nicht als Ankündigung von Verbrechen.

Über diesen Traum berichtet kaum jemand ruhig. Meist fängt die Erzählung damit an, wie sich der Morgen anfühlte, schreckhaft und geneigt, die Wohnungstür zweimal zu prüfen, und erst danach kommt, was im Schlaf geschehen ist. Die Deutungstradition liest einen Überfall als etwas, das ohne Zustimmung genommen wird, und das kann Zeit sein, Anerkennung für Arbeit, Privatsphäre oder das Gefühl, dass ein Ort zu dir gehört. Als Auskunft über Kriminalität wird er nicht behandelt, und er behauptet das auch nicht.

Der Gegenstand ist fast die ganze Botschaft

Ausleger fragen zuerst, was gestohlen wurde. Geld und Portemonnaie ziehen zu Sicherheit und Selbstwert, ein Handy zu Erreichbarkeit und Kontakt, Schlüssel zu Zugang und Zugehörigkeit, Fotos und Briefe zu Erinnerung, weshalb gerade diese Fassung am meisten mitnimmt. Ein Diebstahl, bei dem nichts Bestimmbares fehlte, gilt als allgemeines Gefühl von Ungeschütztsein statt als Verlust einer einzelnen Sache.

Wohnung, Straße oder Arbeitsplatz

Der Schauplatz verschiebt den Ton beträchtlich. Ein Einbruch zu Hause wird über Sicherheit und Privatsphäre besprochen. Auf offener Straße überfallen zu werden gilt als plötzliche Verletzlichkeit in der Öffentlichkeit. Ein Diebstahl bei der Arbeit liegt näher an Fragen nach Anerkennung, Urheberschaft und Übergangenwerden. Deine eigene Geschichte mit dem Ort und mit dem Fehlenden wiegt schwerer als jede überlieferte Notiz über Diebe.

Woher dieser Traum meistens kommt

Schlichte Quellen gehören zuerst ausgeschlossen. Ein Einbruch in der Nachbarschaft, eine Nachricht, Papierkram mit der Versicherung, ein Verlust ganz anderer Art oder eine lange Strecke, in der jemand zu wenig verdient und übersehen wird, speisen alle dieselben Bilder. Wer tatsächlich überfallen wurde, träumt es womöglich immer wieder. Das ist eine gewöhnliche Reaktion auf ein erschreckendes Erlebnis und kein Symbol, das auf Entschlüsselung wartet, und mit der Zeit lässt es meist nach. Nichts Geträumtes ist ein Hinweis auf einen wirklichen Vorfall, und in Entscheidungen über Sicherheit oder Eigentum gehört es nicht hinein.

Häufig gestellte Fragen

Heißt der Traum vom Überfallenwerden, dass mir das bald passiert?
Dafür, dass Träume Ereignisse vorhersagen, gibt es keinen Beleg, und die Tradition selbst rahmt dieses Bild symbolisch. Steckt eine echte Sorge um Sicherheit dahinter, gehören die praktischen Schritte ins Wachleben und verdanken dem Traum nichts.
Und wenn ich selbst der Dieb war?
Diese Fassung wird ganz anders gelesen, meist als Verlangen nach etwas, um das du nicht offen bitten zu können glaubst. Ausleger behandeln sie als Appetit und nicht als Aussage über den Charakter des Träumenden.

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