Davon träumen, Geld zu verlieren

Zweimal gezählte Scheine, die nicht aufgehen, eine verschwundene Geldbörse: Gelesen wird das als etwas Wertvolles, das abfließt, und sehr oft als schlichte Geldsorge im Schlaf.

Die Szene ist meist genau: Scheine werden zweimal gezählt und gehen trotzdem nicht auf, die Geldbörse ist weg, die eben noch da war, Münzen fallen durch ein Loch in der Tasche. Die Traumtradition liest den Geldverlust als Verlust von etwas Wertvollem, das gar kein Geld sein muss, meistens Sicherheit, Ansehen oder Arbeit, die nichts eingebracht hat. Die alten Bücher bleiben sich darin treu, und heutige Deuter haben es übernommen, vor allem weil Träumende so verlässlich von einem Gefühl der Auszehrung berichten und nicht von der Summe.

Wofür das Bild stehen soll

Geld dient dem Traum seit Langem als allgemeine Währung für Wert. Es zu verlieren gilt deshalb als etwas, das abfließt, und Deuter schauen zuerst darauf, wo der Verlust passiert ist, und erst danach auf die Höhe. Ein Verlust in der Öffentlichkeit wird mit Ruf und Peinlichkeit verbunden. Ein Verlust zu Hause zeigt aufgebrauchte private Mittel an. Fällt der Verlust erst viel später auf, deutet das auf etwas hin, das eine Weile unbemerkt lief. Geld nicht zu finden, von dem du sicher warst, dass es da ist, wird als Verdacht gelesen, die eigene Rechnung gehe nicht auf.

Die naheliegenden Gründe für diesen Traum

Es gehört gesagt: Wer unter echtem finanziellem Druck steht, träumt von Geld. Das ist überhaupt kein Symbol, sondern eine Sorge, die jemandem in den Schlaf folgt, und es ist der bei Weitem häufigste Anlass für dieses Traumbild. Eine Rechnung, ein Vertrag, eine offene Forderung oder ein Monat, in dem mehr rausgeht als reinkommt, erzeugen ihn zuverlässig. Lässt der Druck nach, geht der Traum meistens mit, und schon das ist ein brauchbarer Hinweis darauf, worum es die ganze Zeit ging.

Wozu der Traum nicht taugt

Kein Traum sagt einen Verlust voraus, und nichts aus dieser Tradition ist ein Grund, eine Geldentscheidung zu ändern. Wer vor einer echten steht, ist bei jemandem besser aufgehoben, der sich die tatsächlichen Zahlen ansehen kann. Was Geld über dein Leben hinweg bedeutet hat, zählt hier ohnehin mehr als jede allgemeine Lesart, denn eine Kindheit, in der es immer knapp war, legt etwas in diesen Traum, das eine Kindheit ohne diese Frage nie hineinlegt.

Häufig gestellte Fragen

Heißt dieser Traum, dass ich bald Geld verliere?
Nein. Beschrieben wird ein Gefühl von Auszehrung und keine Vorhersage, und es gibt keinen Weg, auf dem ein Traum etwas über deine Konten wissen könnte. Wo tatsächlich Druck besteht, ist der Traum ein Zeichen der Sorge und kein Signal über sie.
Worin unterscheidet sich Geldverlust von einem Überfall im Traum?
Deuter trennen beides danach, wem die Verantwortung zugeschrieben wird. Beim Überfall kommt eine zweite Person ins Bild und etwas wird genommen, während der Verlust als langsameres Versickern gilt, bei dem der Träumende sich halb selbst dafür verantwortlich macht.

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