Von einem Baum träumen

Dieses Symbol wird senkrecht gelesen: Wurzeln, Stamm und Krone gelten als eigene Aussagen, und die meisten wissen noch, auf welchen Teil sie geschaut haben.

Kein anderes Traumbild wird so aufgeteilt wie dieses. Ein Baum wird von unten nach oben gelesen, und jede Tradition, die ihn verwendet, gibt den Wurzeln, dem Stamm und den Ästen eigene Bedeutungen. Als Ganzes steht er für ein Leben mit Geschichte und Richtung, für ein Wachstum, das sich nicht beschleunigen lässt, und deshalb taucht er eher in langen, zähen Abschnitten auf als in plötzlichen.

Stockwerk für Stockwerk

  • Wurzeln. Herkunft, Familie und alles, was dich an einem Ort hält. Freigelegte Wurzeln gelten als Empfinden, dass dieser Halt gestört ist.
  • Stamm. Der gegenwärtige Zustand und wie viel Last er trägt. An einen hohlen oder gespaltenen Stamm erinnern sich Träumende am längsten.
  • Äste und Blätter. Das Leben nach außen, Arbeit und Beziehungen. Kahl im Winter zählt als Pause und nicht als Verlust, ein Unterschied, den die alten Quellen mit Absicht machen.
  • Früchte. Ergebnisse, und überall, wo das Bild vorkommt, seine freundlichste Gestalt.

Der gefällte Baum

Einen umzulegen oder auf einen schon liegenden zu stoßen, ist die Fassung, die am meisten aufwühlt. Die Lesarten hängen daran, wer die Axt hielt. Fällt der Träumende selbst, versteht man das als absichtliches Beenden, gelegentlich mit Bedauern über die Entscheidung. Ein Baum, den Wind oder Fremde umgeworfen haben, weist auf Veränderung, die von außen kommt. Mit dem Befinden oder der verbleibenden Zeit eines Menschen hat keine dieser Fassungen etwas zu tun, und volkstümliche Behauptungen dieser Art sind Aberglaube und keine Auslegung.

Welcher Baum war es

Frag das vor allem anderen. Ein Olivenbaum, eine Birke, ein Affenbrotbaum und eine Platane wiegen in den Gegenden, in denen sie wachsen, sehr verschieden, und ein großer Teil der Baumsymbolik ist regional statt allgemeingültig. Wichtiger noch: Ein Baum aus einem Garten, den du als Kind kanntest, kommt mit allem beladen an, was dieser Garten enthielt, und dagegen kommt keine gesammelte Bedeutung an. Wer die Art benennen kann, findet seine Antwort fast immer schon im Namen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein toter Baum im Traum ein schlechtes Zeichen?
Gewöhnlich wird er als abgeschlossene Phase verstanden und nicht als nahendes Unglück. Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass Traurigkeit bei diesem Anblick von etwas bereits Vergangenem erzählt und nicht von etwas Bevorstehendem.
Was wird daraus gemacht, auf einen Baum zu klettern?
Diese Spielart borgt sich einiges von den Kletterträumen und weist auf Anstrengung hin, die zu einem bestimmten Überblick führen soll. Der Zustand der Äste zeigt dabei, wie sicher sich der Versuch anfühlt, und auf halber Höhe steckenzubleiben ist die am häufigsten beschriebene Form.

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